Reise in den Süden 9.-30.10.2025
9.-11.10.2025 Ribeauvillé
Unsere erste längere Reise mit unserem neuen Camper, dem MLT580 (Namen hat er noch keinen erhalten) 😉 geht über Deutschland (Besuch von Marc mit Familie) in den Süden. Ob Frankreich, Italien oder.... ist noch nicht gewiss. Wir passen uns dem Wetter an. Diesmal geht's wettertechnisch über das Elsass. Am 9.10. fahren wir los Richtung Colmar. In Ribeauvillé habe ich einen Campingplatz ausgemacht, der uns gefallen könnte. Am frühen Nachmittag erreichen wir den Camping Municipal in Ribeauvillé. Wir checken für 2 Nächte ein und die Frau am Empfang fragt uns, ob wir schon einmal hier waren. Worauf wir dies verneinen, fragt sie uns ob wir nicht in Pieterlen wohnen. Ganz erstaunt bestätigen wir das, worauf sie uns sagt, dass wir schon einmal 2018 hier auf dem Campingplatz waren. (wir werden älter und vergesslicher 🫣) Waren wir im 2018 hier für einen kurzen Stopp auf dem Nachhauseweg und können uns daher nicht mehr erinnern? Dies gilt es dann zu Hause noch genauer abzuklären. 🙂 Wir können uns einen freien Platz auswählen und richten uns ein. Beim Toilettenbesuch können wir uns vage an die Einrichtung erinnern. Alles übrigens sehr sauber und schön. Danach machen wir uns auf eine Erkundigung des Dorfes. Vielleicht kommen uns ja dann gewisse Erinnerungen. 😅 Da uns ein kleiner Hunger plagt, geniessen wir als erstes einen Flammkuchen mit einem Glas feinem Weisswein. Danach spazieren wir durchs Dorf. Erinnerungen kommen aber nicht auf. 😏
10.10.2025 3-Burgen-Wanderung ab Ribeauvillé: 13km, 500 Höhenmeter
Auf Komoot habe ich eine Wanderung zu 3 Burgen gefunden. Vom Campingplatz aus sieht man bereits die ersten zwei Burgen. Wir machen uns auf den Weg durch's Dorf und steil hinauf 😥 zur ersten Burg, der Ulrichsburg, der schönsten von den dreien. Der Aufstieg hat sich gelohnt, hat man doch von hier oben einen schönen Ausblick in die Rheinebene. Nur ein kleines Stück daneben befindet sich die Burg Girsberg, von der aber nicht mehr all zu viel steht. Weiter geht's bergauf zur 3. Burg, die stark baufällig ist, der Burg Haut-Ribeaupierrre. Danach steigen wir in einem Bogen durch den Wald hinab zurück zum Campingplatz. Im Wald hat es viele Esskastanienbäume. Wir sammeln fleissig, damit wir Marc und Familie ein Dessert mitbringen können. Die Fliegenpilze lassen wir aber lieber stehen.
11.10.2025 Weiterfahrt zu Marc und Family nach Penzberg
Wir übernachten wieder 1 Nacht bei Marc vor dem Haus und die 2. Nacht auf dem gut gelegenen Stellplatz in Penzberg. Am zweiten Tag unternehmen wir eine Wanderung mit anschliessender Schifffahrt am Kochelsee. Das Gebiet um den Kochelsee und vor allem auch um den höher gelegenen Stausee, den Walchensee ist sehr schön und wir planen hier einmal etwas Zeit zu verbringen. Da wir aber ja Ferien im Süden geplant haben, fahren wir am 13.10. weiter Richtung Süden. Da die Wetteraussichten noch nicht so eindeutig sind, wissen wir noch nicht ob es uns schlussendlich nach Frankreich oder Italien verschlägt. 😉
13.-14.10. Südtirol, Kalterersee
Wir nehmen es gemütlich und fahren parallel zur Brennerautobahn auf der SS12. Immer wieder sehen wir die vielen Brücken der Brennerautobahn. Im Südtirol fahren wir einen Campingplatz in Bozen an. An der Einfahrt steht besetzt. Wir fragen aber trotzdem an der Reception nach, ob nicht doch etwas frei ist. Die Frau am Empfang antwortet nur, dass sie ja recht blöd wäre, wenn sie es so anschreiben würde und dann noch etwas frei hätte.😏 Also fahren wir weiter und versuchen es südlich von Bozen. Aber auch hier ist alles besetzt. Die Frau am Empfang empfiehlt uns, es am Kalterersee zu probieren, da es dort mehrere Campingplätze gibt. Da die Zeit schon fortgeschritten ist, versuche ich die Campingplätze telefonisch anzufragen. Bei einem nimmt gar niemand ab und der zweite ist auch besetzt. Daher entschliessen wir uns es direkt auf einem Stellplatz am Kalterersee zu probieren. Und da sind noch 4 Plätze frei, aus denen der Vermieter dann aber bis am Abend kurzerhand 5 macht. Etwas eng platziert auf einem Schotterplatz, zwar mit einigen Bäumen und einer sehr sauberen Toilette und Dusche verbringen wir dort eine Nacht und machen noch einen kurzen Spaziergang an den See.
14.-16.10. Gardasee
Und weiter geht's Richtung Süden. Wir haben uns immer noch nicht entschlossen ob Frankreich oder Italien unser Ziel wird, da auf Ende Woche starke Niederschläge vorausgesagt sind und wir immer wieder die Wetterradarbilder anschauen, damit wir den starken Niederschlägen möglichst ausweichen können. Also entschliessen wir uns nur bis zum Gardasee zu fahren, da hier das Wetter schön ist und Kurt schon lange einmal an den Gardasee möchte. Unterwegs gibt's wie fast immer am Morgen für Kurt den obligaten Kaffeehalt. 😉Am Dorfrand finden wir Platz für unseren Jumbocamper und der Kaffee und das Gipfeli schmecken auch gut. 😋 Von Barbara und Giulio haben wir einen Tipp für einen Campingplatz am Gardasee erhalten. Also machen wir uns auf den Weg dorthin. Die Route führt uns fast der ganzen Westküste des Gardasees entlang. Die Strasse ist relativ eng und es kommen immer wieder Tunnels. Der Campingplatz Fornella ist schön, liegt am See und wir können sogar den Platz auswählen. Das Italienfeeling kommt aber erst bei unserer Rundwanderung nach San Felice del Benaco und über die San Fermo Kapelle zum Monte Croce, Dank den Olivenbäumen etwas auf, sonst fühlt man sich hier eher in Deutschland. 😅
16.-17.10. Genua
Die Wetterradarbilder wechseln immer noch fleissig mit ihren Voraussagen. Einmal wird über Frankreich ein ausgiebiges Sturmtief vorausgesagt, dann wieder über Italien. Also entscheiden wir uns bis Genua zu fahren und dort noch eine Nacht abzuwarten bevor wir uns für die Weiterfahrt nach Westen oder Osten entscheiden. In Pegli, einem Stadtteil von Genua, habe ich etwas erhöht den Camping Villa Doria ausgemacht. Diesen fahren wir durch Strässchen, immer höher, steiler und enger bergauf. Und wieder heisst es ausgebucht. 😯 Die nette Frau verweist uns auf einen Campingplatz ganz in der Nähe am Meer, der sicher noch Platz hat. Also umgekehrt die Strässchen wieder bergab und zum Caravan Park La Vesima. Und tatsächlich hat er noch freie Plätze, was Angesicht seiner Lage auch nicht ganz zu verwundern ist, da seine Lage etwas speziell ist. Er liegt wohl direkt am Meer, zwischen Platz und Meer rauschen aber regelmässig Züge vorbei. Und bergseits liegt die gut befahrene Strasse und wenn man nach oben schaut hat man einen wunderbaren Blick auf die Autobahnbrücke 😁. Aber für eine Nacht geht es und die Parzellen sind gar nicht so leid. Und vor allem können wir (oder besser gesagt ich😉) das erste Mal die Füsse ins Meer halten. 🙂
17.-19.10. Tellaro
17.10. Unterwegs nach Tellaro
Wir fahren alles der Küste nach. Tellaro, ein schönes Küstendorf ist unser nächstes Ziel. Damit wir sicher einen Platz haben, habe ich reserviert. Im Hafen von Genua liegen grosse Kreuzfahrtschiffe. Zwischendurch sehen wir schöne Küsten und Dörfer, aber auch die Brücken der Autobahn.
17.10. Tellaro
Tellaro liegt in einer 7 km langen Sackgassstrasse. Das heisst, die Strasse werden immer enger.😅 Der Campingplatz Gianna liegt sehr schön und ruhig an einem Hang. Leider ist unser Camper aber zu lang für einen Platz im oberen Teil und wir müssen uns mit einem Platz zu unterst auf einer Kiesterrasse begnügen. Wir manövrieren unseren Camper so hinein, damit wir doch etwas Privatsphäre haben. Als erstes statten wir dem Dorf Tellaro einen Besuch ab. Auch das Dorf liegt am Hang und es gilt einige Treppen mit vielen Stufen zu bewältigen. Dafür werden wir mit einem wirklich schönen, nicht allzu touristischen Ort belohnt. Und wir geniessen auf einer Terrasse ein Apéro. Am Abend essen wir im Campingeigenen Restaurant einen feinen Schwertfisch und geniessen die Abendstimmung und freuen uns nach der lauten Nacht in Genua auf eine ruhige Nacht. Aber zu früh gefreut.😏 Um Mitternacht erwache ich von lauten Geräuschen: Es tönt, wie jemand oder etwas dauernd an die Abfallcontainer schlagen würde und dazwischen Petflaschen oder ähnliches zerdrücken würde. Sind das Jugendliche aus dem Dorf, oder gar Tiere? 😯 Am Morgen lichtet sich das Rätsel. Es stehen leere Container direkt beim Eingang des Platzes. Die Kehrichtabfuhr arbeitet hier wohl Nachts. 🙈
18.10. Wanderung nach Lerici
Trotz nicht allzu gutem Schlaf aber mit schöner Morgenstimmung starten wir heute auf eine 10km lange Wanderung nach Lerici und zurück. Die Italiener sind anscheinend nicht so ein Wandervolk. Finden wir doch nur wenige Wanderwege. Oft führen die Wanderungen Strassen entlang. Doch hier treffen wir sogar auf eine schöne Metalltafel, die den Wanderweg anzeigt. Der Weg gleicht aber eher einem Abflusskanal und die meisten Balken beim Aufstieg sind lose, abgebrochen und der Weg ist wohl schon einige Zeit nicht mehr gepflegt worden. Dafür sind wir alleine in der Wildnis. 🙂Oben angekommen werden wir mit schöner Aussicht aufs Meer belohnt. In Lerici ist Markt und Kurt ersteht sich ohne anprobieren für 22 Euro eine "Denimjeans"😉Später stellt sich heraus, dass sie wie angegossen passt. 👍Bevor wir uns auf den Rückweg machen, geniessen wir in einem kleinen Restaurant einen feinen Meeresfrüchtesalat.😋
19.-21.10. Pisa
19.10. Abstecher nach Camaiore
Da die Wetteraussichten etwas unsicher sind, beschliessen wir heute nach Pisa zu reisen, damit wir Morgen, wenn regen angesagt ist, Pisa besuchen können. Da wir aber schon mal in der Toscana sind, machen wir auf der Fahrt einen Abstecher nach Camaiore, um der Villa la Sequoia, wo wir nächsten Sommer mit allen Jungs und Grosskindern Ferien machen werden, einen Besuch abzustatten und zu schauen, ob es diese Villa überhaupt gibt.😅Wir lassen den Camper auf einem Parkplatz im Dorf stehen und machen uns zu Fuss auf die gut 2 km auf den Weg. Im Navi haben wir die Adresse eingegeben, die wir in der Buchung erhalten haben. Es geht stetig den Berg hinauf und die Strassen werden enger. Wir überlegen bereits, ob wir beim Rückweg wohl einige Passagen messen sollen, damit wir wissen, ob wir mit unserem Camper überhaupt durchkommen. 🤔Als wir nach Navi am Ziel sind, sehen wir keine Villa. 🥵 Ich frage einen Mann, dem wir begegnen, wo denn die Villa ist. Er antwortet, dass sie gerade hinter diesen Bäumen auf dem Hügel steht, der Fussweg hinauf aber schon lange überwachsen ist. Auf die Frage, wie man denn mit dem Auto hinaufkommt, sagt er, dass wir wieder ins Dorf hinunter müssen und dann die Strasse auf der anderen Seite des Hügels hinauffahren. 😏 Also machen wir uns auf den Weg 2 km hinunter und auf der anderen Seite wieder 2 km hinauf. Und da werden wir tatsächlich fündig. Die Villa ist eingezäunt und wir können nur einen Blick auf den Parkplatz, den Garten und den Pool erhaschen. Das Haus ist hinter Bäumen versteckt. Aber es gibt es wirklich und der Garten ist riesig. 😅 Als Belohnung für die Ehrenrunde, geniessen wir in Camaiore in einem kleinen Restaurant Tintenfisch an Tomatensauce und Fisch mit Gemüse. Nun wollen wir aber auch noch an den Strand fahren um ihn zu begutachten. Wir fahren zuerst an den Strand von Camaiore, den wir in 15 Minuten Fahrt erreichen, parkieren und spazieren Richtung Strand Viareggio. Die Gegend ist sehr schön, es hat eine breite Fussgängerzone und einen schönen, langen Strand. Wir können uns also alle auf die Ferien im 2026 freuen. 🙂 In Pisa angekommen, können wir auf dem Camping Village Torre Pendente eine Platz auswählen. Der Campingplatz liegt ideal. Zu Fuss ist man in 15 Minuten beim schiefen Turm.
20.10. Pisa
Da der Wetterbericht für den Nachmittag Regen ansagt, machen wir uns am Morgen nach dem Frühstück, Porridge, wie meistens 🙂auf den Weg zum Torre Pendente. Wir haben eine Begehung des Turmes gebucht und hoffen, dass das Wetter anhält. Wir haben Glück und es beginnt erst am Nachmittag, einige Minuten, nachdem wir im Camper zurück sind zu regnen, dafür aber da auch die ganze Nacht recht kräftig.
21.-22.10. Lago di Bolsena
Nach Sichtung der Wetterapp beschliessen wir mehr oder weniger quer durchs Land an die Ostküste zu fahren und im Landesinnere einmal zu übernachten. Da viele Campingplätze bereits geschlossen sind, suche ich nach möglichen Stell- oder Parkplätzen und werde am Lago di Bolsena fündig. Der Parkplatz liegt direkt am See und wir verbringen nach einem Rundgang, Apéro und einem Imbiss in einem lustigen Beizli in Bolsena und schöner Abendstimmung eine ruhige Nacht.
22.-25.10. Tortoreto
Da uns die noch offenen Campingplätze in Italien bis jetzt nicht gerade überzeugt haben, versuchen wir es über das App Nomady, auf dem Stellplätze meistens von Oliven- oder Weinbauern oder auch von privaten Personen angeboten werden. Da dort immer nur wenige (manchmal auch nur 2) Stellplätze vorhanden sind, muss man diese übers App anfragen und reservieren. Wir entscheiden uns für einen Olivenbauer in Tortoreto, einige km von der Küste entfernt, ca. 100 km südlich Ancona. Das Gebiet, das wir durchfahren ist berühmt für sein Marmorvorkommen. Überall sieht man Steinbrüche in denen der Marmor abgebaut wird. In Terni, wo unsere Route durchführt liegen die Cascata delle Marmore (deutsch Marmorfall). Dies ist ein dreiteiliger, künstlich geschaffener Wasserfall. Wir machen einen Halt für einen Besuch. Als wir sehen, dass man aber Eintritt bezahlen muss und auch noch ein ganzes Stück wandert, damit man überhaupt etwas vom Wasserfall sieht, fahren wir weiter. Es gäbe aber dort einige Wanderrouten um den Wasserfall, also merken wir uns das Gebiet vor, für eine ev. nächste Reise in dieses Gebiet. 🙂 Im Nomady App stand, dass die Zufahrt und vor allem die Abzweigung zum Camp l'uliveto etwas eng ist. Doch für Kurt und unseren Camper kein Problem. 😅 Und der Platz ist wirklich einmalig. Nur 3 Plätze und wir sind die ersten, die ankommen und können uns den Platz auswählen. Nach uns kommt nur noch ein kleiner Bus mit einem deutschen Paar. Die Lage ist ruhig, die Umgebung in den Olivenbäumen von Simona, dem Host, mit Liebe mit schönen Details ausgestattet. Es gefällt uns ausgezeichnet und wir verlängern um eine Nacht.
23.10. Rundwanderung Tortoreto
Die Gegend ist nicht unbedingt ein Wandergebiet aber wir machen uns auf eine 14 km Rundtour durch die Gegend. Am frühen Nachmittag erreichen wir das Dorf Tortoreto und suchen zuerst ein Restaurant für's Mittagessen, da die Restaurants am Nachmittag meistens für einige Stunden schliessen. Wir werden in der Pizzeria Anchise fündig. Da es Pizza erst am Abend gibt, bestellen wir Pinsa und zwei Gläser Rotwein. Die Bedienung sagt uns, dass eine Flasche Rotwein nicht teurer kommt als zwei Gläser und wir ja den Rest mitnehmen können. Also bestellen wir eine Flasche, die am Ende dann doch plötzlich leer ist. 🤣 Bevor wir den Rest des Weges zum Camper unter die Beine nehmen, machen wir noch einen kleinen Dorfrundgang und landen auf einem Aussichtspunkt mit Spielplatz.🤣
24.10. Dolce far niente
Heute ist chillen angesagt. 🙂 Zum Frühstück gibt es ein feines Porridge mit den letzten eingemachten Zwetschgen die wir von Rowena erhalten haben.😋 Danke Rowena. Wir machen uns einen gemütlichen Tag und geniessen für einmal einfach die Ruhe auf dem Campingplatz und die schöne Umgebung. Wir haben uns hier bei Simona und Mauro wirklich wie zu Hause gefühlt und es ist nicht ausgeschlossen, dass wir hier wieder einmal einige Tage verbringen werden.
25.-26.10. Portonovo
Nach einem Ruhetag ist es wieder Zeit für eine Wanderung. Südlich von Ancona gibt es einen grossen Park, den Parco del Concero mit vielen Wanderwegen. wir entschliessen uns für eine 8 km lange Wanderung mit sagenhaften Ausblicken auf die Küste und das Meer. Vom Aussichtspunkt aus sehne wir auf Portonovo herunter, wo es auch Campingplätze gibt, die aber schon geschlossen sind. Es sieht idyllisch aus und wir finden heraus, dass es dort auch einen grossen Parkplatz für PW's, aber offiziell nur für 2 Camper Platz gibt. Ab Oktober kann man dort kostenlos parkieren und auch übernachte. Das lassen wir uns nicht 2x sagen und hoffen, dass wir noch einen der 2 Plätze haben. Nach der schönen Wanderung fahren wir nach Portonovo runter. Auf dem Parkplatz für PW's stehen schon ein paar Camper, die das Schild, wo die 2 offiziellen Plätze für Camper sind, anscheinend nicht verstanden haben. Touris halt 🤣. Wir finden die 2 offiziellen Plätze etwas weiter unten und beide sind leer. Wir beziehen einen davon und bleiben auch über Nacht alleine.🙂 Wir erkunden die Gegend und den schönen Strand. Es scheint hier alles ab vom Rummel und ruhig. Wie ist das wohl in der Hauptsaison? In einer Strandbar bestellen wir ein Glas Wein und ich frage die Bedienung ob sie uns auch so kleine Antipasti wie am Nebentisch bringen kann. Sie lächelt und sagt uns, dass die mit einem Glas Wein inbegriffen sind. Mmh..😋 Wir geniessen es und klettern auf dem Rückweg noch auf eine Aussichtsplattform bei einem Teich.
26.-28.10. San Giovanni in Marignano
Am Morgen gibt's Dank unserer e-presso auch einen feinen Kaffee ohne Strom. Danke für den Tipp, Nadia. 🙂Wir machen nochmals einen kurzen Spaziergang an den Strand und fahren dann unserem nächsten Ziel entgegen, Ancona. Wir parkieren am Fährhafen und spazieren in die Stadt. Auf dem Antiquitätenmarkt erstehe ich 3 Elefanten für meine Sammlung. 🙂Unser Übernachtungsziel ist das Weingut Tenuta del Tempio antico in San Giovanni in Marignano, südlich von Rimini. Da wir mit der Übernachtung bei Simona und Mauro so gute Erfahrung gemacht haben, habe ich über ein ähnliches App, das VanSite ein Weingut gefunden, von dem wir zu Fuss ans Meer wandern können. Wir geben die Adresse ins Navy ein und fahren los. Kurz vor Erreichen des Ziels, weist uns das Navy nach links in eine Strasse mit einer Unterführung mit Höhenbegrenzung 3m. Hätten wir unseren Camper wohl vor der Abfahrt doch noch genau messen sollen?🤔 Wir fahren mal in die Strasse hinein, vielleicht ist ja das Ziel vor der Unterführung. Die Häusernummern sagen aber etwas anderes. 😏 Also drehen wir um und wollen es von der anderen Seite her probieren. Wir müssen weiterfahren zu einem Kreisel bei einer grösseren Strasse. Dort sehen wir einen Wegweiser zu unserem Ziel, der aber wieder zurück weist. Also drehen wir doch wieder und sehen bei der Abzweigung zur Unterführung ebenfalls einen Wegweiser zu unserem Ziel. Also muss das Weingut ja irgendwo dazwischen liegen. 😏Also wieder gedreht und gerade als Kurt aufs Gaspedal steigt, sehe ich auf der rechten Seite das Weingut. Beim Hochladen der Bilder auf die Homepage sehe ich erst, dass auf dem Foto mit der Verkehrstafel über die Höhenbegrenzung direkt neben dem Verkehrsschild der Wegweiser zum Weingut steht. Da das Navy uns aber nach links in die Unterführung geleitet hat, haben das Schils übersehen. Fazit: Nicht immer dem Navy folgen. 😉Das Gelände ist gross und sehr schön und die Camper können sich sehr gut verteilen. Wir parkieren und gehen zum Gut um jemanden zu suchen, bei dem wir uns anmelden können. Kurz bevor wir läuten, öffnet die Nonna ein vergittertes Fenster. Ich erkläre ihr, dass wir gebucht haben. Sie grummelt nur, dass sie von nichts weiss und schliesst das Fenster wieder. Kurz darauf kommt aber eine junge Signorina und zeigt uns das Gut und erklärt uns alles.🙂 Wir stehen mit einer schönen Aussicht auf die Reben. Auch ein Selfie ist wieder einmal fällig. Da aber dann der Hintergrund immer unscharf ist und ich die Reben auch auf dem Bild haben möchte, versuche ich ein Selfie mit der normalen Kamera zu machen. Versucht das mal; ist gar nicht so leicht den gewünschten Ausschnitt zu erwischen. 🤣 Am Abend gibt es etwas Feines aus dem Omnia. 😋
27.10. Wanderung ans Meer
Da wir sehr viel Platz haben, können wir unseren Tisch immer in die Sonne stellen. Nach einem Frühstück in der Sonne machen wir uns auf den Weg an den Strand von Cattolica. Die gut 6 km lange Strecke ans Meer führt uns an frisch angesähten Feldern, an einem fast ausgetrockneten Stausee entlang und durch den schönen Parco di Montalbano. Am Meer merkt man, dass die Saison vorbei ist. Am Meer entlang ist tote Hose und alle Strandbaren und Restaurants sind geschlossen. Viele Anlagen wirken wie fluchtartig verlassen und nicht richtig weggeräumt. Aber endlich finden wir in der Mitte des Dorfes am Meer ein Restaurant das offen hat. An einem Sonnenplätzchen geniessen wir den Lachs mit Fenchelsalat. Danach geht's zurück zu "unserem" Weingut, wo wir uns noch mit Wein für zu Hause eindecken.
28.-30.10. Coriano
Heute geht's bereits zu unserem letzten Übernachtungsstandort. Da es weiter nördlich schon kälter ist, entschliessen wir uns nur wenige Kilometer entfernt nochmals für 2 Nächte auf einem Weingut Station zu machen. Da wir nicht weit fahren müssen, statten wir noch Rimini einen Besuch ab. Der Strand hier ist gepflegter und auch die Fussgängerpassage an den Strandbaren entlang ist schön. Aber alles auch recht verlassen. Nur einige Spaziergänger am Meer entlang. Am Strand entlang sind so weit das Auge reicht von Baggern Sandwälle errichtet worden. Sie sollen den Strand vor den Stürmen und der Erosion im Herbst und Winter schützen. Und sie dienen auch als Sandlagerstätte. Im Frühling wiederholt sich dann das Spektakel. Allerdings umgekehrt. Dann wird der ganze Sand von den Bulldozern wieder am Strand verteilt. Auf der Terrasse des Ristorante Nettuno mit Meerblick geniessen wir einen feinen Meeresfrüchtesalat. Rimini hat aber nicht nur den Strand, sondern auch noch eine schöne Altstadt. Den Stellplatz auf dem Weingut, auf dem wir übernachten, haben wir über eine 3. App, ebenfalls im Stil von VanSite und Nomady, gebucht. Bei der Buchung konnte man für etwas mehr Geld einen Premiumplatz buchen. Wofür das Premium steht, wurde aber nicht geschrieben. Ist ja unser letzter Übernachtungsort in diesen Ferien, also haben wir natürlich Premium gebucht und lassen uns überraschen.😁 Diesmal führt uns das Navy an den richtigen Ort. Vor dem Weingut ist ein Platz, der Parzellen zwischen Bäumen hat, die etwa 8m breit sind aber nicht allzu lang und zwischen den Bäumen hängen Lichterketten. Wir parkieren einfach einmal, wobei wir mit unserer Höhe bereits die Lichterkette touchieren😏 und besprechen schon, in welchem Platz wir wohl am besten hineinpassen. Wir gehen zur Anmeldung und erfahren dort, dass der Stellplatz nicht hier, sondern ca. 50m weiterunten gegen den Bach liegt. Und das Rätsel um den Premiumplatz löst sie auch gleich, indem sie uns für die 2 Übernachtungen eine Flasche Weiss- und eine Rotwein übergibt. Mit dem Proviant ausgerüstet fahren wir zum Stellplatz. Er ist leer und wir können uns einen Platz auswählen. Wir probieren den Weisswein, der sehr gut schmeckt. In der ersten Nacht sind wir ganz alleine, in der 2. Nacht gesellt sich noch ein Deutscher Bus dazu.
29.10. Wanderung nach Ospedaletto
Wir machen uns auf einen letzten Spaziergang, bevor wir Morgen nach Hause fahren, da ab Morgen Regen angesagt ist. Der Weg führt uns gleich unter dem Stellplatz durch ein Bachbett (Gott sei Dank mit nicht so viel Wasser 😅) und dann z.T. fast tschungelmässig alles dem Bach entlang bis nach Ospedaletto, wo es einen feinen Kaffee mit Croissant gibt. Am Spätnachmittag probieren wir noch den Rotwein, wir müssen ja wissen ob wir hier auch noch Wein einkaufen sollen, der uns aber nicht so passt. Also machen wir uns nach dem Essen auf ins Weingut und können noch andere Rotweine degustieren. Wir werden fündig und der Wein wird uns sogar zum Camper geliefert. 🙂Nach einer letzten Nacht im Camper ist der Himmel bereits bewölkt und wir machen uns auf den 730 km weiten Nachhauseweg. Wir haben Glück, es regnet nicht so viel und wir haben nur um Bologna ein wenig Stau. Beim Gotthard haben wir freie Fahrt. Und wieder ist eine Reise vorbei und wir freuen uns bereits auf unser nächstes Abenteuer mit unserem Camper, das aber erst im 2026 sein wird, da es zuerst für dreieinhalb Monate nach Neuseeland geht. 🙂