23.1. bis 1.2.2026

Von Motueka an der Nordküste durchs Landesinnere an die Ostküste  

23.1.2026 Von Motueka über Nelson, Renwick und gegen Westen über Saint Arnaud bis zum DOC Campingplatz Kawatiri

Wir wollen heute eine grössere Strecke fahren, da wir noch an der Ostküste oberhalb Christchurch eine Weile verbringen wollen, bevor es mit der Fähre auf die Nordinsel geht. In Nelson machen wir aber einen Halt um den Centre Newzealand walk zu machen, der auf einen Hügel führt. Dort steht ein Nelsondenkmal und dies ist der Mittelpunkt von Neuseeland. Wir machen auch noch einen kurzen Abstecher in die Stadt und fahren dann auf der Hyway 6 bis Havelock. Havelock liegt an einem Fjord und wir steigen noch hoch zum Cullen point lookout. Auf der Zufahrt zum lookout kommen wir  schon das 2.x in Neuseeland in eine Polizeikontrolle und Kurt muss wieder in ein Gerät hinein auf 5 zählen. Alles gut und wir können weiterfahren. 😅 Weiter geht's Richtung Süden bis Renwick und dann zurück nach Westen, da wir die Küstenstrasse auf der Ostseite nicht 2x fahren möchten. Da aber erst nach Murchison wieder eine Möglichkeit besteht zuerst gegen Süden und dann nach Osten zu fahren geht es nach Renwick alles dem Wairau River entlang wieder an Saint Arnaud vorbei bis wir an der Abzweigung nach Murchison entschliessen auf dem Kawatiri DOC Campingplatz (oder besser gesagt Parkplatz) direkt an der Strasse zu übernachten. Es beginnt zu regnen und regnet die ganze Nacht stark. 😏 Dies hat aber den Vorteil, dass man wegen des starken Regens die vorbeifahrenden Lastwagen nicht hört. 😅

24.1.2026 Nach Westen, dann nach Süden und schliesslich nach Osten 😅 bis nach Hanmer Springs

Am Morgen fahren wir früh weiter über Murchison, Inangahua, Reefton und über den Lewis Pass unserem nächsten Ziel, Hanmer Springs entgegen. An der Strecke Sehen wir wieder viele Manuka-Bäume. Von weitem sehen sie grau aus oder wie schneebedeckt. Das grau kommt aber von den weissen Blüten, aus denen es Manuk-Honig gibt. Reefton ist ein hübscher Ort mit schönen Gebäuden und Geschäften. Im Kaffee hat es lustige Bilder von Tierköpfen und Neuseeländer trifft man nicht nur in Flip-Flops an sondern auch in kurzen Hosen und Stiefeln.  😉 Der Lewis Pass ist nicht besonders hoch. Die Route danach, zuerst dem Boyle River, danach dem Hope River und schliesslich dem Waiau Uwha River entlang  ist sehr eindrücklich. Das Wetter war Gott sei Dank viel besser als vorausgesagt. In Hanmer Springs übernachten wir wieder auf einem Top 10 Holiday Park und lassen uns im No. 31 Restaurant kulinarisch verwöhnen. (Für einmal ein Restaurant, in dem ich Fisch nicht als Fish and Chips vorgesetzt bekomme. 😋 Und schon beginnt es wieder zu regnen. 😡 

25./26.1.2026 Hanmer Springs

Und es regnet und regnet.😏 Als es gerade nicht regnet, macht sich Kurt auf einen walk zu einem Lookout auf. Ich ziehe es vor, die Homepage aufzuarbeiten und die Weiterreise, vor allem auf der Nordinsel zu planen. Als Kurt zurückkommt, zeigt er mir, was er alles unterwegs gesehen hat. Zwei Fliegenpilze und ein Auto, das von der Strasse abgekommen ist. Verunfallte Autos werden in Neuseeland oft nicht sofort weggeräumt, da die Bergung in entlegenen, bergigen Regionen logistisch aufwendig und teuer ist, besonders wenn keine unmittelbare Gefahr für den Verkehr besteht. Zudem führen die hohe Unfallrate und die anspruchsvollen Straßenverhältnisse dazu, dass Wracks manchmal länger am Straßenrand verbleiben, bis Versicherungen oder Behörden die Bergung organisieren. Manche sind aber so verrostet, dass sie wahrscheinlich nie mehr abgeholt werden. 😅 

 

26.1.2026 Von Hanmer Springs nach Kaikoura

Das Wetter ist wieder besser, sogar mit teilweise blauem Himmel, aber mit 13 Grad recht kalt.😏 Sollte ja eigentlich Sommer sein. Ich will jetzt aber an den Sommer denken, also Tenue T-Shirt und kurze Hosen. Kurt wählt lange Hosen.😅

Wir fahren los und es wird Gott sei Dank immer etwas wärmer und Kurt kann die langen Hosen durch kurze tauschen. Das Wasser in den Flüssen ist wegen den Regenfällen wieder trüb bis dreckig braun. In einem Kaffee in Culverden sind lustige Sprüche auf die Balken an der Decke geschrieben. Wir fahren über Waipara und dann die Highway 1 hinauf, bis wir nach Domett abzweigen, weil wir hier einen Abstecher über die Gore Bay machen wollen, bei den es auch Cathedral Cliffs gibt. Auf dem Parkplatz treffen wir auf ein lustiges Toilettenschild und auf Alpakas, die wir übrigens  recht oft sehen in Neuseeland. Die Cathedral Cliffs sind nicht so riesig wie die, die wir schon gesehen haben aber trotzdem schön. Der Strand ist wie so viele Strände fast menschenleer. Liegt sicher daran, dass man aufgrund gefährlicher Unterströmungen, starker Brandung und oft kalter Wassertemperaturen nicht baden kann. Die Wolken vermehren sich wieder, obwohl der Wetterbericht für die nächsten Tage schönes Wetter vorausgesagt hat. Wir sind es uns unterdessen gewöhnt, dass man das Wetter bei der Planung nicht miteinbeziehen darf. Das Wetter in Neuseeland ändert sich so rasch aufgrund seiner isolierten Lage im Pazifik, der schmalen Form der Inseln und der hohen Gebirge. Die "Roaring Forties"-Winde bringen ständig wechselnde Luftmassen, während die Gebirge als Wolkenstopper fungieren. Dies führt zu extremen lokalen Unterschieden und dem Phänomen „vier Jahreszeiten an einem Tag“. 

26.-29.1.2026 Kaikoura

Wir erreichen Kaikoura und fahren auf den Top 10 Holiday Park. Wir haben dort für 4 Tage einen Premium Platz gebucht. Der Platz liegt zwischen Durchgangsstrasse und Zuglinie und neben der Zuglinie ist das Meer. Wir erhalten einen Platz zugewiesen und sind etwas enttäuscht. Das sieht für uns nicht nach Premium aus. Das Terrain ist gekiest, nicht gerade eben und der Grasteil muss mit dem Nachbarn geteilt werden. 😏 Ich gehe zur Reception zurück und frage, ob nicht einer der Plätze weiter vorne, mit geteertem Teil für den Camper und ungeteiltem Grasteil frei ist. Wir erfahren, dass wir morgen wechseln können. Wir machen noch einen Spaziergang durch den Ort und sind auch hier etwas vom Aussehen enttäuscht. Alles wirkt etwas verfallen und nicht gerade einladend, vielleicht aber auch dadurch, dass die Wolken immer dichter werden. Zurück beim Camper beginnt es wieder einmal zu regnen. 🌧️ Und es regnet die ganze Nacht durch stark und es trommelt auf unseren Camper.🌧️🌧️🌧️ Kurt stopft dann jeweils oropax in die Ohren, ich liebe das aber, den Regen zu hören. 😀

27.1.: Am Morgen sind wir froh, dass wir den Platz wechseln können, da bei unserem alles aufgeweicht und pflotschig ist. Und es ist empfindlich kalt. Wir machen unser feines Porridge und Kurt merkt, dass das grosse Rüstbrett fehlt. 😏 Das hat sich wohl beim letzten Abwaschen (ich sage jetzt nicht, wer jeweils abwaschen geht 😉) davon gemacht. 😅 Kurt geht nach dem Frühstück joggen und ich wasche in der Zwischenzeit. Während dem Waschen kommt ein älterer Mann in die Waschküche und schaut sich ganz lange staunend um und sagt nur: It's so confusing. Ich frage ihn ob ich ihm helfen kann. Er sagt, dass er vielleicht wirklich Hilfe braucht. Er holt seine Wäsche und ich zeige ihm, wie er mit der Kreditkarte am Automaten die Waschmaschine wählen und bezahlen kann. Er bedankt sich und ich bin froh, dass ich etwas für mein Karma tun konnte.😉 Als wir den Camper auf den neuen Platz gestellt haben, kommt unser Nachbar und will sich gerade auf unserem Grasteil niederlassen. Wir erklären der liebe Frau, dass das wohl unserer ist und ihrer auf der anderen Seite ihres Campers liegt. Sie wehrt wehement ab und sagt, dass sie ihre Türe ja auf dieser Seite hat und unsere Türe auf der falschen Seite des Campers ist.🤔 Wir empfehlen ihr desshalb den Camper zu wenden. Das bereitet ihr gar keine Freude und sie marschiert wütend ab. Die Frau an der Reception versucht es zuerst damit, dass sie uns einen zweiten Tisch hinstellen könnten, damit sie niemandem recht geben muss. Damit sind wir aber beide nicht einverstanden, da wir ja für einen ganzen und nicht für einen halben Stellplatz bezahlt haben. Also klärt sie dann auf, dass wir recht haben. 😏 Jetzt habe ich wahrscheinlich meine Karmapunkte gleich wieder verloren. Am Nachmittag machen wir einen Rundgang durch den Ort und über den Strand zurück. Am Strand finde ich schöne Muscheln und einen herzförmigen schönen Stein. Und ich schenke Kurt mein Herz. 😉 Gibt das wohl auch wieder einige Karmapunkte? Als wir zurückkommen haben wir neue Nachbarn und unsere alten haben den Platz gewechselt. Die neuen Nachbarn haben den Camper vorwärts hineingefahren statt rückwärts, womit ihre Türe auch wieder auf unsere Seite aufgeht. Sie benutzen aber die Grasfläche auf der anderen Seite. Etwas umständlich aber vielleicht kann der Mann  ja nicht rückwärts einparkieren. 😅  Der Camper sieht nagelneu aus (kein gemieteter) und der Mann ist gerade daran das ganze Auto rundherum mit einem Lappen abzureiben, bis kein Stäubchen mehr anhaftet, damit es überall glänzt.😉 In der Nacht regnet es nicht mehr. Mir wäre es aber diesmal lieber gewesen, wenn es geregnet hätte. So hört man dafür die Lastwagen von der Strasse her, die fast die ganze Nacht fahren und um 1 Uhr in der Nacht ein Zug mit lautem Gehorne und Geratter. 😅

28.1.: Am nächsten Morgen werden dafür wir mit dem schönsten Wetter belohnt und sehen, warum es gestern so kalt war. Die Bergegipfel sind frisch verschneit. 😯 Nun können wir doch noch die Wanderung auf der Kaikoura Halbinsel, die wir schon geplant haben machen. Bei der Hinfahrt zum Campingplatz hat es auf der Strasse immer wieder Bodenschwelle, damit man nicht zu schnell fährt. Kurt übersieht die erste und der Camper kracht darüber und es scheppert. Was war das wohl? Ich schaue nach hinten und sehe, dass die Wandhaken mit den Küchentüchern aus der Halterung gesprungen sind. Alles nicht so schlimm. 😉 Die Küstenlandschaft und die grosse Robbenkolonie machen den nicht gerade einladenden Ort wett und wir sind froh, dass wir diese Wanderung bei schönstem Wetter und sofort wieder warmen Temperaturen machen können. Auf dem Rückweg gibt's noch ein feines Kaffee und Kurt sieht hinten beim parkierten Camper eine kleine Lache am Boden. Wird wohl schon gewesen sein. Beim Campingplatz zurück öffne ich die hintere Ladetüre und mir schlägt eine Alkoholfahne entgegen. Waren wohl doch nicht nur die Haken. 🙈 3 Rotweinflaschen sind zu Bruch gegangen und der Wein hat sich im Laderaum breit gemacht. 😏 Also alles auspacken, putzen und wieder neu laden. Nur gut haben wir die Stühle auf dem Platz gelassen, so ist nur Karton und Papier aufgeweicht aber nichts beschädigt. 😅 Da es uns auf diesem Campingplatz nicht wirklich gut gefällt und hier auch die Leute plötzlich nicht mehr so freundlich sind und nicht grüssen, wenn sie unsere Parzelle als Durchgang benutzen. (Macht man doch eigentlich so, wenigstens auf den früheren Plätzen) haben wir beschlossen eine Nacht weniger lang zu bleiben und dafür noch eine Nacht auf einem Campingplatz in den Marlborough sounds zu verbringen, bevor es nach Picton geht. Wir machen noch einen Abschlussbesuch am Strand, wo uns eine Robbe, die im Wasser  schwimmt verabschiedet. 😉

 

29.1.2026 Von Kaikoura in die Marlborough sounds

Die Küstenstrasse oberhalb Kaikoura ist wunderschön. Schon bald stoppen wir am Ohau Point Lookout, wo sich wieder viele Robben tummeln, auch viele Babyrobben, die noch bei der Mutter trinken. Weiter geht's von der Küste weg in ein Weingebiet mit riesigen Rebbergen. In den Wairau Lagoons wandern wir auf einem Walkway zu einem Schiffswrack. Den ganze Weg an der prallen Sonne, fühlt es sich, obwohl nur bei 25° als über 30° an und wir kommen leicht 😉 ins Schwitzen. Auf dem Rückweg ist der Weg voll mit kleinen toten Krebsen.😯  In Blenheim belohnen wir uns mit einem Kaffee und einem Chai😉. Unser Übernachtungsziel ist diesmal eine Rinderfarm mit Tieren, der Smiths Farm Holiday Park. Kurt ist, als Bauernjunge, ganz in seinem Element. Bei den Schweinen halte ich Abstand. Die grossen Zähne sehen für mich nicht gerade einladend aus. 😅 Am Abend schlafen die Schweine und schnarchen in aller Lautstärke. 😀 Wir machen uns noch auf Empfehlung des Farmers auf den Weg zu einem Wasserfall auf seinem Gelände, wo es im Dunkeln dann auch Glühwürmer geben soll. Der Weg dorthin führt aber über Bachbeete und rutschiges steiles Gelände, sodass wir bevor es ganz dunkel ist umdrehen. In der Nacht ist es sehr ruhig. Doch zwischendurch ist es zuerst total windstill und dann hört man von Weitem her immer näher kommend und lauter werdend ein Geräusch, das sich als eine strake Windböe entpuppt, rasch den Camper etwas schüttelt und dann ist es sofort wieder windstill. 😯

30.1.2026 Von der Farm nach Picton

An der Grove arm Jetty sind wir an einem der Fjorde der Marlborough sounds. In der Ngakuta Bay machen wirceinen kleinen Spaziergang und entdecken in der Bucht riesige Seesterne. In der Governors Bay, die man von der Strasse her in einem kurzen, steilen walk erreicht. gibt es eine kleine hübsche Bucht. Kurz vor Picton sehen wir auf ein riesiges Holzlager mit einem Tanker voll Holz. Wir fahren in die Stadt. Das Zentrum ist klein aber recht hübsch, vor allem der Memorial Park neben dem Fährhafen. Der Parklands Marina Holiday Park liegt etwas ausserhalb des Zentrums und wir dürfen aus vielen freien Plätzen auswählen.😄 Wir machen noch einen kurzen Spaziergang nach Waikawa zur Marina, um ein Restaurant auszukundschaften, in das wir morgen Abend essen gehen möchten. Was wir sehen gefällt uns. Unter der Terasse schwimmen andauernd riesige Rochen durch.😳 Wir fragen uns, ob das so viele sind oder immer wieder die gleichen, die Runden drehen.😅

31.1.2026 Wanderung Snout walk Picton

Wunderschöne Wanderung auf dem Snout Track zum Queen Victoria Lookout und weiter zum Snout Point und zurück. 9 km meistens im Wald mit viel Gezirpe der Grillen. An der Sonne ist es nun sehr heiss.😅 Am Abend ein feines Essen. Fish of the day 😋

1.2.2026 Von Picton mit der Fähre nach Wellington

Um halb 10 startet unsere Fähre Richtung Wellington. Wir checken kurz vor 8 Uhr ein und können auch schon bald auf die Fähre. Wir müssen auf der Fähre ein Deck nach oben fahren und stehen halb im Offenen. Die Fahrt führt lange durch viele Fjords bis sie im offenen Meer ist. Weitere Neuigkeiten gibts dann auf der Nordinsel.😁