17.bis 23.1.2026 

Von der Westküste in den Norden der Südinsel

17.1.2026 Von Punakaiti über Westport nach Murchison

Am Morgen ist wieder strahlender Sonnenschein. Etwas nördlich des Campingplatzes machen wir den Truman walk als Morgenspaziergang. Und wir gelangen wieder an einen schönen Küstenabschnitt. Die Highway 6 schlängelt sich der Küste entlang mit immer wieder wunderbaren Aussichten auf die Küstenlandschaft. In Charleston gibt's in der Charleston Lodge einen feinen Kaffee. 😉

Cape Foulwind Seal Colony

Bei Westport fahren wir zur Cape Foulwind Seal Colony. Hier tummeln sich die Seelöwen in den Meeresbecken und lassen sich von den Wellen an Land spülen oder spielen im Wasser. Auch ein Muttertier mit Jungem ist dabei. 🥰

Und nun führt uns zuerst die Highway 67, danach die Highway 6 gegen Westen ins Landesinnere nach Murchison. Die Route führt alles dem breiten Buller River entlang mit einigen Brückenüberquerungen. Auf dem Murchison Motorhome Park machen wir für 2 Tage Halt. Wir werden freundlich begrüsst und können uns einen sehr schönen Platz auswählen. 

17. bis 19.1.2026 Murchison Motorhome Park

Wir geniessen das dolce far niente (wenigstens ich😉, Kurt scharrt zwischendurch ein wenig, da die Bewegungsfreiheit auf 1km am Fluss entlang begrenzt ist 😅) Der Platz ist mit viel Liebe sehr schön und grosszügig angelegt und es sind nur wenige Parzellen besetzt. Neben dem walk entlang des Buller Rivers gibt es noch 2 Badepools im Fluss und einen Hundebeach. 🙂 Ich teste einmal, ob wir wohl ein Bad im Fluss nehmen könnten. Das Wasser ist aber nur wenig wärmer als das eiskalte Gletscherwasser bei der Flussdurchquerung in Makarora. Also verzichten wir auf ein Ganzkötperbad. 😅

19.1.2026 Von Murchison über Saint Arnaud und Richmond nach Motukea

Über die Highway 6 und 63 fahren wir nach Saint Arnaud, das am Lake Rotoiti liegt. Hier ist ein schönes Wandergebiet und man kann in ein paar Tagen um den See wandern oder nur einen Teil machen und dann mit dem Wassertaxi zurück. Wir machen 2 kleine Wanderungen wobei wir das 1.x einen Kaka sehen. Er gehört zu den Papageien und sieht sehr schön aus. Leider ist das Bild nur aus dem Internet, die Lichtverhältnisse waren zu schlecht😉). Beim Korimako (Glockenhonigfresser) hat's dann geklappt. 🙂 Über die Korere-Tophouse Road fahren wir immer wieder an riesigen Hopfenplantagen vorbei. Der Motueka-Valley Hyway entlang nach Motueka sehen wir neben den Hopfenplantagen auch Reben und Obstplantagen.

 

19.-20.1.2026 Motueka Top 10 Holiday Park

Der Top 10 Holiday Park liegt am Rande von Motueka und wir dürfen uns wieder einmal den Platz auswählen. Es ist sommerlich warm und rasch wechseln wir auf kurze Hosen. (Die konnten wir ja noch nicht so oft brauchen) Und wenn, dann hat es meistens rasch wieder gewechselt. In den Nächten wird es übrigens bis jetzt überall kühl, manchmal sogar richtig kalt. Also Tropennächte mussten wir noch keine erleiden, eher Frostnächte. 😅

Gegen Abend wandern wir vom Campingplatz dem Strand entlang in die Stadt. Da Ebbe ist und das Meer hier sehr flach ist, liegt der Strand weit vom Weg weg. Das Abendessen nehmen wir bei den RSA-Members ein. Ich habe das Restaurant wie immer nach Google-maps-Punkten ausgewählt. Als wir ankommen, sehen wir beim Eingang ein Plakat  mit Kleidervorschriften und Only members. Wir sind nicht sicher ob wir hier überhaupt ins Restaurant dürfen. An der Theke steht eine freundliche Frau, die uns erklärt, dass wir hier trinken und essen dürfen, wenn wir aber Alkohol konsumieren möchten, müssten wir hier unsere Namen und Adressen angeben und das Ticket daneben abreissen und immer auf uns tragen, solange wir hier drin sind. Ich frage sie, was denn die RSA-Members sind und sie erklärt mir Folgendes: Die RSA wurde 1916 in Neuseeland von heimkehrenden ANZACs aus dem Ersten Weltkrieg gegründet, um den Soldaten und ihren Familien Unterstützung und Trost zu spenden. Hier im Lokal findet man viele alte Bilder aus dem Krieg und einen Tisch mit Bomben als Fuss und Patronen und Abzeichen unter der Glasplatte. Alleine im ganzen Lokal bekommen wir unser feines Abendessen serviert. Erst als wir gehen, kommen noch andere Gäste.

20.1.2026 Von Motueka nach Takaka zum Golden Bay Holiday Park

Weiter geht's Richtung Norden, wieder einmal kurvig über den Takaka Hill. Zum Hawkes Lookout gibt es einen kurzen Weg, an dem es schöngeformtes, dunkles Gestein hat. Wir fahren schon am Mittag den Golden Bay Holiday Park an, da wir eine am Nachmittag eine Tour gebucht haben.  Die Golden Bay wird im Internet folgendermassen angepriesen: "Mit seinen sonnenverwöhnten Stränden, dem türkisfarbenen Wasser ist die Golden Bay eine Oase natürlicher Schönheit und kreativer Energie. Erleben Sie den Zauber dieses unvergesslichen Küstenjuwels in Nelson Tasman." Und die Bilder sehen sensationell aus. Wir freuen uns auf den 2 ruhige Tage direkt am Meer bei (nach Wetterbericht) schönstem, sonnigem und warmem Wetter. Der Campingplatz liegt direkt am Meer und wir erhalten sogar eine Parzelle mit Meersicht. Die Golden Bay sieht aber ganz anders aus als im Internet 🤔. Ein Paar, das auf einer Bank am Meer sitzt, erklärt, dass es ganz aussergewöhnlich ist, dass das Meer hier so rauh ist. Und auch der Wetterbericht ändert plötzlich seine Meinung und sagt für die nächsten 2 Tage Regenwetter an. Na super! 😡 Gut ist aber wenigstens heute noch einigermassen schönes Wetter, damit unsere gebuchte Tour stattfinden kann.

Wir haben die 6,5-stündige Farewell Spit Tour gebucht, die in Collingwood startet. Mit alten kleinen Bussen fahren wir zuerst zum Cape Farewell, dem nördlichsten Punkt auf der Südinsel, wo es einen schönen Felsbogen gibt und Schafe, die ich eigentlich bis jetzt etwas vernachlässigt habe beim Fotografieren. Aber es gibt ja überall genug davon, dann ich das noch nachholen. 😅 Unterwegs zu unserem nächster Halt, dem Fossil Point am Westende des Farewell Spit, wo man kleine Meeresfossile finden kann, sehen wir einen Kopf an einem Felsen. Der Aufenthalt im Sand ist sehr sandig, da es schon recht stark windet. Und nun fahren wir den ganzen Farewell Spit (eine ca. 35km lange Sandbank) entlang  im Sand zum östlichsten Punkt, dem Leuchtturm. Unterwegs sehen wir viele verschiedene Vögel und einen Seelöwen. Im starken Sandtreiben sieht er mystisch aus. 🥰 Auf der Rückfahrt erklimmen wir bei immer stärkerem Wind noch eine Düne. Als Andenken nehmen wir sicher mindestens ein Kilo Sand in den Schuhen, Haaren und Ohren mit. 😅 Ein letzter Halt, bevor es nach Collingwood zurückgeht, gilt einem Skelett eines Wales. Die 6,5 Stunden vergingen wie im Flug und es war alles sehr eindrücklich. Gut finden wir auf dem Campinplatz eine nette Frau, die uns um 9 Uhr am Abend eine 2 Dollarmünze in zwei 1 Dollarmünzen für die Dusche wechseln kann, damit wir nicht sandgepudert ins Bett müssen. 😅

21.1.2026 Golden Bay Holiday Park im Dauerregen

🌧️🌧️🌧️🌧️🌧️🌧️🌧️🌧️, Homepage schreiben, Reise auf der Nordinsel planen. 😉 Unten ein Foto, wie der Strand aussehen würde. 😏

22.1.2026 Von der Golden Bay nach Motueka zurück

Es regnet immer noch. Kurt steht jeden Morgen vor mir auf und macht Tee. Soll ich wohl erst aufstehen, wenn es nicht mehr regnet? Denn wandern nach oder bei so starkem Regen bedeutet hier auf den meisten Wegen, dass man durch den Match muss und das geht nur mit Stiefeln und die haben wir nicht dabei. 😅 Langsam wird es aber heller und kurz vor 10 kommt die Sonne hervor und die Golden Bay sieht schon etwas freundlicher aus. Wir fahren aber trotzdem weiter, halten aber nochmals etwas südlich für einen Blick auf die Golden Bay. 

Inzwischen ist das Wetter sogar recht schön und wir fahren zu den Waikoropupu springs. Es ist die grösste Frischwasserquelle in Neuseeland und die grösste Kaltwasserquelle in der südlichen Hemisphäre. Der walk zur Quelle führt viel über Stege, so dass er gut begehbar ist. Die Quelle ist eindrücklich. Eigentlich ist es wie ein kleiner See. Der in einen Fluss übergeht. Mitten im See sieht man wie das Wasser von unten hochkommt. Und die Farben sind wunderbar.  Auf dem Weg hat es viele Grillen und ich kann eine, die gerade an einem Baum landet beobachten. 

Labyrinth rocks und Grove Scienic Reserve

Nächstes Ziel sind die Labyrinth rocks. Dies ist ein verzweigtes Wegsystem, das immer wieder in Sackgassen endet. Der Weg ist von Beginn an recht nass. Eine Familie mit Kindern kommt uns entgegen, alle in Flip Flops oder Schlarpen. Der Vater warnt uns, dass der Weg sehr muddy ist und sie wohl nicht so gut ausgerüstet sind dafür. Er sieht dann aber unsere Trekkingschuhe und meint, dass wir da besser dran sind. Der Weg wird wirklich immer schlammiger und für einige Wege bräuchte man eher die Badehosen, da das Wasser so tief steht. 😅
Im Grove Scienic Reserve, das nahe bei einem Wohngebiet liegt, taucht man ganz unverhofft in einen verwunschenen Wald mit grossen Felsen und wunderschönen Palmen ein. Der Weg führt zu einer Plattform, von der wir nochmals die Golden Bay sehen.
Einen letzten Kaffeehalt an der Golden Bay in Pohara und wir fahren über den Takaka Hill zurück gegen Süden.

Vor Riwaka fahren wir einen Rundkurs über die Riwaka-Sandy Bay road, die dann in die Kaiteriteri-Sandy Bay road übergeht. An dieser ist ein Abzweiger zum Split Apple Rock. Es ist schwierig diesen ohne Menschen zu fotografieren, da es immer wieder (vor allem Männer 😉) gibt, die sich dort in allen möglichen Posen von ihren Frauen vom Strand aus fotografieren lassen. Der Rundkurs führt weiter nach Kaiteriteri, was anscheinend ein beliebter Badeort ist, denn es wimmelt dort von Urlaubern. 😏

In Motueka zurück, besuchen wir noch das Janie Seddon Shipwreck und übernachten dann auf der gleichen Parzelle, wie vor 3 Tagen.