12. bis 16.1.2026, von Wanaka an die Westküste
12.1.2026 Lake Wanaka bis Makarora
Und am Morgen ist wieder schönstes Wetter und der Lake Wanaka sieht mit den Bergen im Hintergrund ganz anders aus. Weiter geht unsere Route Richtung Norden auf der Highway 6, die an die Westküste führt. Der Lake Hãwea hat wieder diese schöne Türkisfarbe. 😄 Am Ufer gibt es einen Hochzeitsbaum, wo viele Trauungen stattfinden. Auf der Weiterfahrt zeigt mein Handy plötzlich weiter vorne einen grossen Stau an. 🤔 Eine ganze Herde Schafe auf der Strasse ist der Grund🥰. Am Lookout The Neck haben wir nochmals eine besonders schöne Sicht auf den Lake Hãwea. Die Route gelangt dann ans Nordende des Lakes Wanaka, der uns hier, ohne Besiedlung noch besser gefällt. Bei den Blue Puls machen wir einen Stopp. Der Weg dorthin ist schön, an den Blue Pools hat es aber sehr viele Leute, die sonnenbaden, was etwas den Reiz der Natur nimmt. Wir fahren zurück zur Wonderland Makarora Lodge, wo wir übernachten, denn wir haben für Morgen etwas Spezielles gebucht.😉
13.1.2026 Makarora: Flug-selbstgeführte Wanderung-Jet-Boot
Wir starten den Morgen mit einem 25-minütigen Rundflug in einem kleinen Flugzeug (Pilot plus 5 Passagiere). Zwischendurch rüttelt es uns etwas durch aber wir geniessen die Sicht auf abgelegene Alpentäler, wunderschöne Bergseen und Wasserfälle, vorbei an Gletschern und schneebedeckten Bergen mit einer Landung im wirklich abgelegenen Siberia Valley am Wilkin River im Hinterland auf einer kleinen Graspiste. Der Pilot führt uns an den Wilkin River und zeigt uns, an welcher Stelle wir den Fluss durchqueren können, damit das Wasser nur etwa bis Mitte Wade kommt und verabschiedet sich dann und fliegt davon. Hosen hochgekrempelt gehen wir das Abenteuer an. Von wegen bis Mitte Wade 😅, entweder führt der Fluss mehr Wasser wegen den starken Niederschlägen vor 2 Tagen oder meine Beine sind einfach zu kurz. Trotz hochgekrempelten Hosenbeinen bis zu den Knien, sind die Hosen schon bald nass. Und das Wasser ist eiskalt 🥶. So kalt, dass wir nicht stehenbleiben um ein Foto zu machen. 😉Für einmal führe ich Kurt an der Hand und durch den Fluss und kann mich so revanchieren für seine Unterstützung, wenn es auf einer Wanderung steil nach unten geht. 🙂 Drüben angelangt, Füsse trocknen, Schuhe anziehen und auf die Wanderung machen. Gut 7 km, zuerst über offene Grasflächen dem Fluss entlang und dann im Regenwald stetig hinauf dem Siberia Valley entlang und recht steil herunter ins Wilkin Valley, diesem entlang bis zum Jetboot pick-up point. Und nun geht's in einer 30-minütigen Jetbootfahrt rassant und mit einigen 360° Drehungen, über das Kristallklare Wasser der beide Füsse Wilkin und Makarora nach Makarora zurück. Vor 2 Tagen stand das Wasser im Fluss, wegen den starken Niederschlägen, 2 Meter höher. 😅 Die Familie, die mit uns auf dem Flug war kommt aus Wellington (Nordinsel) und hat hier ein Ferienhaus. Als wir ins Gespräch kommen, erklären sie uns, dass die Südinsel viel schöner und vor allem entspannter ist und die Nordinsel viel gestresster, da dort ja auch 3/4 der gesamten Bevölkerung Neuseelands leben. Sie sind nicht die ersten Neuseeländer, die uns empfehlen mehr Zeit im Süden als im Norden zu verbringen.
Nach einem Kaffee und Toastie in der Lodge fahren wir weiter, da wir noch an den 130km entfernten Lake paringa gelangen möchten. Gegenüber Australien vor 2 Jahren, fahren wir eindeutig weniger km/pro Tag, was entspannter ist und auch Zeit für mehrere Kaffeepausen zulässt. 😉 In Haast, wo wir den breiten Haast River überqueren, machen wir den nächsten Halt. Ausser einem alten Traktor, Kaffee und Esswagen kann Haast nicht mehr viel bieten. Weitere Stopps unterwegs sind der Dune Lake Lookout und der Ship Creek. Beim DOC Campingplatz am Lake Paringa konnte man anhand eines Platzplanes eine bestimmte Parzelle buchen. Wir haben uns für die 1 entschieden, da sie am Rand liegt. Der Campingplatz ist voll und liegt schön am See. Wäre alles tiptop, wenn da nicht auch noch so viele Sandflies herumschwirren und die Toilettentüren bei jedem Verlassen laut zuschlagen würden, und das direkt neben Nr. 1. (Dies ist aber der erste DOC-Platz, den sie mit Spültoiletten aufgerüstet haben,👍 was eindeutig angenehmer ist als die Plumpsklos👃)Man achte sich bei der Auswahl der Parzelle.😅
14.1.2026 Vom Lake paringa nach Hokitika
Wir fahren einige Kilometer zurück, da wir noch den Monro beach walk machen möchten. Er führt durch einen üppigen Küstenwald mit lustigen Baumstrunk-Pflanzen-Monstern 🙂 zum abgelegenen Monro Beach. Ausser uns ist am Strand nur noch eine junge Frau und 🦟🦟🦟🦟🦟🦟🦟🦟🦟🦟🦟🦟 😅 Auch hier gibt es wieder eine Hängebrücke, diesmal Belastungslimit 5 Personen. Sie schwankt gewaltig. 😅 Vor einigen Jahren Hätte ich solche Brücken noch gemieden, jatzt bin schon ein richtiger Profi geworden. 😉 Nach der Beschreibung des walks, sollte es hier viele Vögel geben. Wir sehen und hören aber keine. Einmal raschelt es zwar aber Kurt sagt, dass ist sicher wieder nur eine Kereru (riesige Taube). Am Ende des walks geht ausnahmsweise Kurt vorweg (sonst bin ich immer vorne) und plötzlich fällt etwas von oben auf mich runter. Ich denke zuerst an kleine Äste, stelle dann aber fest, dass eine Kereru sich wohl für Kurt's Aussage rächen wollte und aus Versehen mich getroffen hat, statt ihn. 😡 Zum Glück sind wir am Ende des Weges und ich kann das "Geschenk" auf meiner Jacke (zum Glück nicht auf meinem Kopf 😅) auf der Toilette auswaschen.
Weiter geht's, immer wieder über, meistens einspurige, Brücken, da es hier viele Flüsse gibt. Plötzlich kommt uns ein Fahrzeug mit Warnlichtern auf dem Dach entgegen und der Fahrer hält eine STOPP-Tafel zum Fenster hinaus. Wahrscheinlich kommt nun ein Overloadfahrzeug, denken wir. Nun kommt noch ein zweites Fahrzeug, das wehement die STOPP-Tafel schwingt. Wohl doch stoppen? Da sehen wir was kommt. 😯 Ein Lastwagen mit einem ganzen Haus, das die ganze Strassenbreite braucht. Gut gibt es auf unserer Seite gerade eine grosse Ausbuchtung, damit wir ausweichen können. 😅
Kurz vor unserem nächsten Campingplatz, besuchen wir den Tree top Park. Auf einem freitragenden Steg hat man eine Aussicht auf die nur in Neuseeland wachsenden Rimu- Harzeiben und schönen Farnbäume von oben und von einem 47 Meter hohen Turm könnte man mit einer zipline nach unten rauschen. (Betonung auf könnte 😨)
Unser Ziel, der Hokitika's kiwi holiday park liegt am Rand von Hokitika und wir erhalten eine riesige Parzelle und alles ist sehr modern und neu. 🙂Wir richten uns ein und freuen uns, dass wir einmal ohne Sandflies draussen sitzen können. Daher und weil das Wetter gut ist, buchen wir gleich noch eine 2. Nacht.
14.-16.2026 Hokitika's Kiwi holiday park
Gegen Abend spazieren wir in die Stadt, wo wir etwas essen möchten und dann noch den Sonnenuntergang abwarten. Die Stadt gefällt uns sehr und wir geniessen einen feine Fisch (nicht frittiert 🙂) auf Gemüse und Kartoffelstock. 😋 Da es noch zu früh ist für den Sonnenuntergang, vertreiben wir uns die Zeit mit einem..... Cocktail. Kurt's Aku-Aku (Mehrzahl: Aku's-Aku's ?🤔) schmeckt herrlich. Nach dem wunderbaren Sonnenuntergang entschliessen wir uns zu einem Besuch der Glühwürmer im Glow-Worm Dell. Direkt an der Strasse im Ortseingang führt ein kurzer Pfad zu einer Glühwürmchenhöhle. Wir sind noch etwas früh, sehen aber bereits die ersten Glühwürmchen. Wir warten bis es ganz dunkel ist und staunen über die vielen Glühwürmchen. Die Glühwürmchen in Neuseeland sind etwas Spezielles. Wen es wundert nimmt, kann weiterlesen: 😉
Die meisten Glühwürmer sind Käfer. Von den rund 3.000 Arten biolumineszenter Käfer sind die meisten Glühwürmchen. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist die Arachnocampa luminosa, die nur in Neuseeland und Australien vorkommt. Diese Glühwürmchen sind die Larven einer Fliegenart, die als Langhornmücken bekannt und Fleischfresser sind. Sie sammeln sich an dunklen, feuchten Orten wie Höhlen und Wäldern, wo sie klebrige Schleimfäden spinnen, um kleine Insekten zu fangen, die vom Licht aus ihrem Hinterleib angezogen werden.
Dieses biolumineszente Licht entsteht durch eine chemische Reaktion zwischen einem Enzym und Sauerstoff und leuchtet blau-grün. Der Prozess ist dabei ungeheuer energieeffizient: 90 % der für die Reaktion benötigten Energie wird in Licht umgewandelt. Im Vergleich dazu wandeln die neuesten LED-Lampen nur 20 % der Energie in Licht um.
Auf dem Nachhauseweg treffen wir noch einen Igel.🥰
15.1.2026 Hokitiki gorge
Der Wetterbericht hat nicht immer recht. 😉 Statt mit Sonnenschein erwachen wir mit Regen. 😏 Was macht man da? 🤔 Waschen. 😅 Am Mittag, als es nicht mehr regnet entschliessen wir uns zu einem Besuch der Hokitika Gorge. Wie so oft schaffen wir es, gerade zwischen 2 Regengüssen etwas schönes zu besichtigen. Das Wasser in der Gorge hat zwar nicht so eine schöne Farbe, wie bei schönem Wetter aber auch hier überqueren wir wieder 2 wunderschöne Hängebrücken. 🙂 Von Weitem sehen wir einen Kereru in einem Nest auf einem Baum.
16.1.2026 von Hokitika nach Punakaiti
Am Morgen machen wir nochmals einen Abstecher in die Stadt, da gestern die Läden bereits geschlossen waren und wir einen schönen Glasbläserladen entdeckt haben. Weiter geht's alles einer schönen Küstenstrasse entlang nach Greymouth wo es, wie auch schon in Hokitika, ein Holzhaus gibt, das aus Schwemmholz gebaut wurde.
Weiter führt die Strecke wieder etwas ins Hinterland, wo wir die Coal creek Falls besuchen. Die Highway 6 hier ist wirklich eine sehr schöne aber auch kurvige Strecke mit immer wieder schönen Lookouts. Am Motukiekie Beach gehen wir auf die Suche nach roten Seesternen. Diese sollten laut einem Bericht auf einer Internetseite bei Ebbe an den Steinen zu finden sein. Es ist zwar noch nicht ganz Ebbe aber wir wollen es trotzdem versuchen. Wir wandern den Strand entlang zu den Felsen. Aber weit und breit keine Seesternen. Felsen und Meer kommen sich immer näher und wir dazwischen, z.T. 😅 erwischen uns die Wellen. Ob wohl das Wasser bereits wieder steigt? Eigentlich sollte es noch sinken. Ich bin mir aber plötzlich nicht mehr so sicher und wir drehen um.
Pancake Rocks and Blowholes
Kurz vor unserem nächsten Übernachtungsort sind die Pancake Rocks und Blowholes. Ideal wäre der Besuch bei Flut und natürlich schönem Wetter. Da der Wetterbericht aber für heute und morgen Regen hat und es im Moment gerade nicht regnet, halten wir für einen Besuch und werden mit beeindruckenden Felsen belohnt.
Die Pancake Rocks, die sich bei Dolomite Point aus dem Meer erheben, sind Teil eines stark erodierten Kalksteingebiets, wo das Meer durch Unterwasserkanäle bricht und durch vertikale Blaslöcher austritt. Diese Gesteine, die etwa 30 Millionen Jahre alt sind, bildeten sich als Schichten auf dem Meeresboden, die sich durch seismische Aktivität schließlich anhoben. Seitdem haben Wasser, Wind und Salzsprühnebel die weicheren Schichten stetig abgetragen und so einen scheibenförmigen Stapel aus härterem Kalkstein hinterlassen.
16.-17.1.2026 Punamaiki Beach Camp
Der Campingplatz ist wunderschön gelegen. Direkt am Strand aber geschützt vom Wind. Von hier aus kann man auch mehrtägige Wanderungen machen. Der Platz ist sehr gross, verfügt aber nur über sehr wenige Toiletten und Duschen. Schade! Aber die Lage macht alles wett und wir erhalten auch wirklich einen schönen Platz. Am Abend bessert sich das Wetter und wir gehen noch an den Strand den schönen Sonnenuntergang zu geniessen. Kurzentschlossen spazieren wir noch zu den Punakaiki Cavern, wo es wieder Glühwürmchen hat. Da wir ja eigentlich nur an den Strand wollten machen wir dies in den Crocks. Die letzten Glühwürmchen waren ja auf einem breiten Weg erreichbar. Wir schmunzeln zwar immer über Australier oder Neuseeländer, die wir auch auf anspruchsvolle Wanderungen in Flip-Flops oder Sandalen antreffen. Falsch gedacht! Es heisst ja cavern, bedeutet ja Höhle. Wir also mit Crocks 🙈 einige Treppen hinauf, geht ja noch, dann aber über Steinbrocken in die Höhle hinein. Als die Steine nasser und rutschiger werden, stoppen wir aber. Wir sehen einige Glühwürmchen, da aber immer wieder Leute mit Taschenlampen kommen ist es nicht so schön wie in Hokitika. Wir drehen also um und Kurt macht noch die Erfahrung, dass Crocks wohl doch nicht so ein gutes Profil haben. 😅