1.1. bis 6.1.2026 Milford sound bis Dunedin  

1.1.2026 Cascade Campsite bis Dolamaore Park

Wir fahren nochmals den Mirror Lake an und diesmal haben wir das Glück, dass es nicht so windet und sich die Berge wirklich schön spiegeln. Am Mittag sind wir in Te Anau und punkt 12 vor unserem Camper bei Woolworths zum Einkaufen. Happy new year. 🥳 Auch hier, wie im Milford sound hat es sehr viele Touristen. Daher ändern wir unsere geplante Route, damit wir einerseits nicht so viele Kilometer haben und wir in Queenstown ebenso viele Touris erwarten. Und statt Queenstown, haben wir sowieso Wanaka als Reiseziel vor. Also fahren wir Richtung Gore, wo es von der Gemeinde Gore einen Campingplatz im Dolamaore Park gibt. Die Landschaft ändert sich allmählich. Es wird trockener und es hat weniger Vegetation. Den Campingplatz erreichen wir wieder einmal über eine längere Strecke ungeteerte Strasse. Der Platz ist etwas in die Jahre gekommen, vor allem die Toiletten, Dusche(eine einzige!) und die Küche. Es hat aber schöne Wanderwege. Da das Wetter heute noch gut ist machen wir noch eine kurze Wanderung zu einem Lookout. Beim Rückweg, kurz vor unserem Camper mache ich einem Misstritt und liege der Länge nach am Boden. 🙈Gut habe ich das Handy in der Hand, das in einer Hülle steckt und den Sturz etwas auffängt. Vom Knie wollen wir gar nicht sprechen.😉

2.1.2026 Dolamaore Park bis Lake Waihola

Unser nächstes Ziel ist der Lake Waihola. Wir fahren durch Gore, Mataura (weil es auf der Homepage von Gore als sehenswürdig beschrieben wird), was aber beim Besuch schwer zu erkennen ist😯 und durch Clinton, wo fünf lebensgrosse Pferdeskulpturen stehen, die die landwirtschaftliche geschichte der Region symbolisieren, insbesondere die Bedeutung dieser Arbeitspferde vor der Mechanisierung. In Balclutha, wo wir in einem Secondhandshop zwei Englischbücher ersteigern um unser Englisch ein bisschen aufzubessern und in einem  "Es gibt alles Shop" eine Fussmatte für den Camper und ein zweites Rüstbrett finden. 🙂 Unterwegs sehen wir immer wieder viele ausgewurzelte Bäume von vergangenen Stürmen.  In Waihola fahren wir noch einen Lookout in der Höhe an, bevor wir auf den Campingplatz fahren. Auch dieser haut uns nicht aus den Socken, ist aber doch etwas besser als der letzte und liegt schön am Lake Waihola. 😉 Leider haben wir bei der Platzwahl übersehen, dass gegenüber eine ganze Gruppe ein Festzelt aufgestellt hat und bis um 2 Uhr morgens laute Musik und Gegröl das Schlafen erschwerten. 😏

 

3.1.2026 Lake Waihola bis Portobello auf der Otaga Peninsula bei Dunedin

Am Morgen staunen wir, was die festgruppe alles zusammenräumt. 🙈 Wir machen noch einen Morgenspaziergang auf dem schönen Holzsteg dem See entlang und fahren dann weiter. Dieser Steg führt über, in einen gekiesten Weg und ist zugleich Radweg und Fussweg, der vom Lake Waihola bis zum Roxburgh Dam führt (135km).  Wir nehmen die Route über den Taieri Mouth, wo Kurt ausprobiert, ob ein alter Steg auch wirklich noch hält 😏 und weiter über Brighton, wo es einen schönen Freecamping hat, den wir uns für ein allfälliges nächtes Mal vormerken. 😉 Kurz vor Dunedin (was man übrigens so ausspricht: Döniidän 😅 brauchten einige Zeit, bis wir die Aussprache intus hatten) besuchen wir den Tunnel Beach. Für einmal sind wir nicht eine von den ersten am Morgen, was sich rächt, indem die Parkplätze schon fast alle besetzt sind. Es hätte aber extra angeschriebene Parpklätze für Camper, die aber einige schon von PW-Besitzern zugeparkt waren, die wahrscheinlich nicht lesen können. 😏 Nach etwas Wartezeit wurde dann aber ein Platz frei und das Warten hat sich eindeutig gelohnt. Die Felsformationen und der Durchgang durch einen engen Tunnel an den Beach waren grandios. Am Strand wurden wir dann sogar von einem Seebären oder Seelöwen? empfangen. Er liegt faul am STrand und bewegt sich nur von Zeit zu Zeit, da ihn eine Fliege kitzelt. Kennt ihr den Unterschied zwischen den beiden? Ich habe mich mal ein bisschen schlau gemacht. In Neuseeland gibt es hauptsächlich Neuseeländische Seebären (Fur Seals) und Neuseeländische Seelöwen (Sea Lions), die beide zu den Ohrenrobben zählen, aber Unterschiede in Aussehen, Verhalten und Größe aufweisen; Seelöwen sind größer, haben eine Mähne und bewegen sich an Land mit ihren großen Flossen fort, während Seebären dichteres Fell haben haben, kleine Flossen und sich an Land auf dem Bauch winden und eher als "Robben" bezeichnet werden, obwohl sie Seebären sind. Alles klar? 😅 Wenn man sie aber sieht und nur rumliegen, studiert man immer wieder von Neuem, welche Art es nun ist. 😀 Von Dunedin aus führt eine wunderschöne, kurvenreiche Strasse weit auf die Otago Halbinsel hinaus zu unserem Campingplatz, zum Portobello Village Tourist Park. Der Platz ist nicht allzu gross und sehr schön und ruhig gelegen. Wir freuen uns auf 3 ruhige Tage und zuerst ist mal das erste Mal in unseren Ferien Waschen angesagt. 

 

4.1.2026

Für heute haben wir am Morgen einen Besuch im Royal Albatross Centre und am Spätnachmittag eine 1-stündige Wildlife Bootstour gebucht. Das Albatroszentrum befindet sich am äussersten Ende der Otago Halbinsel. Als wir beim Parkplatz aussteigen, wimmelt es von Maorimöwen (schwarzer Schnabel) und Rotschnabelmöwen (roter Schnabel, wie könnte es anders sein😉) und alles ist voll Möwenkot und man riecht es auch.🤨 Die Führung ist sehr interessant und wir können auch 4 brütende Albatrosse und einen fliegenden beobachten. Albatrosse sind die größten flugfähigen Seevögel der Welt. Sie verbringen mindestens 85 % ihres Lebens auf See und kehren zum Brüten und zur Aufzucht ihrer Jungen an Land zurück. Obwohl der Flügelschlag der großen Tiere viel Energie erfordert, können Albatrosse sehr große Strecken zurücklegen. Sie nutzen dazu die Technik des dynamischen Segelfluges. Wie andere große Seevögel legen Albatrosse dabei Strecken von bis zu 1000 km zurück, ohne mit den Flügeln zu schlagen. Albatrosse haben einen außerordentlich langen Fortpflanzungszyklus. Vom Nestbau bis zur Selbstständigkeit der Jungen vergeht bei den größeren Arten ein volles Jahr, so dass sie nur alle zwei Jahre brüten können. Albatrosse sind monogam und treffen zu jeder Brut den vorherigen Partner wieder. Das einzige Ei, das gelegt wird, wiegt zwischen 200 und 500 Gramm und wird im Schnitt zehn bis elf Wochen von beiden Partnern bebrütet. Dabei brütet ein Vogel jeweils für mehrere Tage, ohne Nahrung aufzunehmen, während der Partner aufs Meer hinausfliegt um Nahrung zu finden und wird dann abgelöst. Erst wenn der geschlüpfte Jungvogel drei bis fünf Wochen alt ist, verlassen ihn beide Partner für mehrere Stunden oder Tage. Die Albatrosse brüten im Alter von sieben bis acht Jahren das erste Mal. Bis dahin haben sie Zeit, sich einen passenden Partner auszuwählen. 😉

Im Shop ersteigere ich einen Albatros aus Metall, den wir dann in unserem Chalet auf der Bettmeralp, das ja Albatros heisst (keiner weiss warum😅) aufhängen werden. An der Bucht beim Center können wir noch zwei Seelöwen beobachten.

Bei der Führung fragt mich ein junges Mädchen, ob meine Fotos vom Albatros gut geworden sind. Ich zeige sie ihr und obwohl sie unscharf sind (wegen dem Fotografieren durch eine Scheibe) beneidet sie mich um meine Aufnahmen. Ich biete ihr an die Fotos zu schicken und sie ist hoch erfreut. Als sie mir ihre Telefonnummer in meinem Handy speichern will und sieht, dass bei mir alles auf Deutsch ist, meint sie zaghaft ob wir da wohl auch auf Deutsch weiterfahren können. Johanna kommt aus Österreich und wir kommen ins Gespräch. Sie ist schon seit 3 Monaten alleine unterwegs und reist alles nur mit ÖV (gibt es fast nicht in Neuseeland) und mit gebuchten Bustransfers. So kommt sie aber natürlich nicht an abgelegene Orte und wir nehmen sie daher gleich mit an die entlegenen Sandfly Bay, wo es Sanddünen und Seelöwen haben soll. Sanddünen finden wir vor und der Weg an die Bay ist sehr steil, runter geht ja noch aber rauf durch den Sand ist schon anstrengender🥵. Die Autofahrt dorthin und zurück führt über eine enge, kurvige Strecke, bei der am Anfang steht, nicht geeignet für lange Fahrzeuge. Sind wir jetzt mit 7,4m lang oder gilt das noch als kurz mittellang?🤔 Wir schaffen es auf jeden Fall sogar mit einigem Kreuzen mit anderen Autos.

Die Bootstour um 17 Uhr findet bei rechtem Wellengang statt. Als wir im Meer unterhalb des Albatroscenters sind, fliegen immer wieder Albatrosse ganz nah bei uns vorbei. Es ist beeindruckend, wie diese Vögel im Wind gleiten. Ich kann auch einen schönen Takapu (Tölpel, gelber Kopf) und eine Elsternscharbe im Flug fotografieren. Ansonsten sehen wir noch einige Seelöwen auf Felsen, aber leider keine Pinguine.

5.1.2026

Mit dem Bus fahren wir nach Dunedin. Hier haben wir schon von zu Hause aus Billette für den Taieri Gorge Scienic Train gebucht. Dies ist eine 5-stündige Zugfahrt von Dunedin aus in die Taieri Gorge bis Pukerangi und zurück. Schon der Bahnhof zu Beginn ist sehr schön. Wir erleben eine historischen Reise in eine region, die nur mit der Bahn erreichbar ist, die tief in die raue Landschaft von Central Otago hinein führt, viele Tunnels durchfährt  und imposante Viadukte überquert, die vor über einem Jahrhundert von Hand in den Fels gehauen wurden. Bei einem Viadukt steigen wir aus und überqueren es zu Fuss, damit wir den Zug beim Überfahren des Viaduktes fotografieren können. Obwohl 5 Stunden, wird es uns nie langweilig. In Dunedin zurück erkunden wir die Stadt mit vielen schönen alten Gebäuden und machen Souvenireinkäufe (auch für unsere 6 Grosskinder 😉). Auf einen Kauf von flippigen Schuhen verzichte ich meinen Füssen zuliebe.😉 Mit dem Bus zurück nach Portebello, gibt es im Portobello Hotel, das es seit 1874 gibt, ein feines Znacht. 😋 (Lammkoteletten und Meeresfrüchtesuppe)

6.1.2026

Und weiter geht's Richtung Norden. In Dunedin besuchen wir noch die steilste Strasse der Welt und fahren dann alles über die schöne North Road und Mountain Cargill Road, bis wir in Waititi wieder auf die Highway 1 stossen. Kurz darauf in Evensdale biegen wir ab auf die Coast Road, die zu unserem Walkingziel, dem Huriawa Pa Walk führt. Vom Puketeraki Lookout aus haben wir eine wunderbare Sicht auf die Huriawa Peninsula, wo sich der Walk befindet. Der Walk und überhaupt die ganze Umgebung hier ist traumhaft schön. 🙂 Kurt macht sogar noch etwas Fitness. 😅 Auf der Weiterfahrt nach Oamaru, unserem Übernachtungsziel, fahren wir nochmals den Shag Point an, den wir bei der Fahrt in den Süden nur bis zum Parkplatz angefahren haben, da es so stürmisch war, dass man kaum stehen konnte. Nun ist das Wetter super und wir können sehr viele Seelöwen beobachten, die sich im Wasser tummeln oder auf die Felsen klettern und sich zum Sonnen hinlegen. Einfach fantastisch. 😀 In Oamaru fahren wir das erstmal einen Top10 Holiday Park an. Er ist nicht ausgebucht und die junge Dame am Empfang sagt, ah aus der Schweiz. Wir bekommen einen Super-Platz zugewiesen, direkter neben der Damentoilette.😏 Nicht so unser Favorit. 😅 Ich gehe also nochmals hin und bitte um einen anderen Platz, den wir auch problemlos erhalten.