Oamaru bis Wanaka 7. bis 12.1.2026
7.1.2026 Oamaru
Das Hinterland von Oamaru ist sehr fruchtbar, und schon bald nach der Ankunft der ersten Europäer wurde Oamaru eine der wohlhabendsten Städte der Südinsel. Den Wohlstand erkannte man an der wachsenden Zahl repräsentativer Gebäude. Die Fabrikhallen, Hotels und Bankgebäude im viktorianischen Stil baute man aus dem örtlichen Kalkstein, der weiß strahlt. Kein Wunder, dass Oamaru in den 1880er-Jahren als eine der reichsten und schönsten Städte ganz Australiens und Neuseelands galt; man verglich es mit Los Angeles! Als in den 1970er-Jahren der Hafen geschlossen wurde und die Wirtschaft einen Niedergang erlebte, besann man sich rechtzeitig auf seine Stärken und erfand sich neu – als Tourismusmagnet. Die Gebäude wurden renoviert und unter Denkmal gestellt. Oamaru ist aber vor allem durch seine blauen Zwergpinguine bekannt. In der Blue Penguin Colony können wir am Nachmittag in einem speziellen abgedunkelten Raum in Nistkästen schauen und am Abend von einer Tribüne aus beobachten, wie gegen 200 dieser 30cm grossen Pinguine an Land kommen um ihre Küken zu füttern. Es ist lustig zuzuschauen, wie sie zuerst zögerlich vom Meer die Steine raufkommen, wo auch viele Seelöwen leben, und dann plötzlich losrennen und zum Teil auch zwischendurch auf die Nase fallen. 🥰 Um die Tiere nicht zu erschrecken, darf man keine Fotos machen, was bei einigen Leuten mehrmals vom Ranger erwähnt werden musste. 😏 Oamaru hat sich aber auch einen Namen gemacht durch seine Steampunkkultur, die man an verschiedenen Objekten in der Stadt und auch im Steampunk HQ besichtigen kann. Da es schon geschlossen ist, wollen wir Morgen früh hingehen.
8.1.2026 von Oamaru dem Waitaki River entlang nach Omarama, über den Lake Pukaki zum Lake Tekapo
Nach einem feinen Kaffee, und für mich natürlich Chai Latte 😉 besuchen wir das Steampunk HQ. Es gibt dort wahnwitzigen Dampfmaschinenkonstruktionen und einige sind auch zum Ausprobieren. 😅
Für die Fahrt zum Lake Tekapo wählen wir die Route über das Waitiki Tal. Die Landwirtschaft im Waitaki-Tal ist stark durch Bewässerung geprägt, wobei der Waitiki River und seine Stauseen eine entscheidende Rolle spielen, um über 10.000 Hektar Ackerland zu bewässern, was das Wachstum von Weideland und die Viehzucht (Schafe, Rinder) unterstützt. Die Region profitiert von einem guten Bewässerungssystem und vergleichsweise sauberem Wasser, aber auch von der Energieversorgung durch die Wasserkraftwerke. Unterwegs besichtigen wir Felsmalereien der Maiori und die tiefblauen Lupinen stehen immer öfters in grossen Gruppen am Strassenrand. Der Lake Pukaki erstrahlt je nach Lichteinfall in einem satten türkis. Überhaupt sind hier in Neuseeland, wegen der starken Sonne viele Farben viel intensiver. 🙂 Am Lake Tekapo sind wir auf dem Lakes Edge Holiday Park. Er ist super gelegen und sehr schön. Die Abendstimmung mit eher bewölktem Wetter mit zum Teil durchsickernder Sonne ist einmalig.
9.1.2026 Vom Lake Tekapo zum Mount Cook
Nach einer etwas kürzeren Nacht, da wir als Nachbarn 2 asiatische Familien in 2 Campern hatten, die sich mit anderthalb Stunden Verspätung an die Nachtruheregel hielten, fahren wir noch zur Church of the Good Shephard fahren, die man auf vielen Fotos vom Lake Tekapo findet. Danach (aber erst nach einem Kaffee und einem Chai latte😉) fahren wir wieder die gleiche Strecke zurück bis zum Lake Pukaki, wo der Abzweiger zum Mount Cook kommt. Alles dem Lake Pukaki und dann dem Tasman River entlang bis zum DOC-Campingplatz White Horse Hill. Er liegt direkt unter einem Gletscher und ist der bis jetzt beste ausgerüstete DOC-Campingplatz. Wir und auch viele andere 😅, zum Teil auch in ganz speziellem Wanderoutfit😉, machen uns auf den Hooker valley track. Er ist aber nur bis etwas über die erste Hängebrücke offen, da die Strecke danach durch 2 starke Unwetter beschädigt ist. Auf dem Weg dorthin kommt uns plötzlich Johanna entgegen, welch ein Zufall😃. Die Hängebrücke kann von maximum 20 Personen gleichzeitig begangen werden und schwankt stark. 🫣 Hoffentlich können alle auf 20 zählen. 🤔 Die Brücke hält gottseidank und beim Camper zurück grilliert Kurt ein mehr oder weniger zähes Rindssteak (liegt aber nicht an Kurt sondern eher am Rind😉) und dazu gibts einen feinen Salat. Zwischendurch kommen immer stärkere Böen, die unseren Camper so richtig durchschütteln. Mal schauen, wie es sich so schlafen lässt.😴
10.1.2026 Vom Mount Cook nach Wanaka
Um 6 Uhr in der Früh verlassen wir fluchtartig den Campingplatz. Es hat schon die ganze Nacht sehr stark geregnet und gestürmt mit heftigen Böen, dass der Camper und wir mit drin ordentlich durchgeschüttelt werden. Ich habe kaum geschlafen und Kurt konnte dank Oropax recht gut schlafen und schn.....😉. Laut Wetterbericht hört des nicht auf und wird sogar noch schlimmer mit Sturm- und Regenwarnung Stufe orange.🙈 Wir fahren zu Beginn mit nur 40km/h, weil immer wieder starke Böen von der Seite kommen. Je weiter wir vom Mount Cook wegfahren, je besser wird aber das Wetter und wir können bei schöner Morgenstimmung doch noch etwas frühstücken. Laut Wetterbericht ist für das Gebiet Otago, vor allem in der Nähe von Seen auch weiterhin mit starken Winden und Gewittern zu rechnen.😉 Und wo liegt Wanaka, unser nächstes Ziel? Am Lake Wanaka.😅 Wird schon schief gehen. Es heisst ja: Wenn Engel reisen, scheint die Sonne.🤣 Und tatsächlich kommt auch schon bald die Sonne hervor und wiedereinmal ein schöner Regenbogen😄 Nach einem wie immer nicht nur guten, sondern auch schönen Kaffee in Twizel, machen wir einen Spaziergang am Lake Ruataniwha. Geplant ist als Nächstes der Besuch der Clay cliffs. Der Himmel ist aber wieder recht dunkel und der Weg dorthin führt über eine 7km lange ungeteerte Strasse und das dann auch wieder zurück. Wir schauen uns die Strasse mal an. Sie erinnert uns stark an Australien. Alles voll Querrillen und unser Camper wird ordentlich durchgeschüttelt. 🫣Da das Wetter aber hält fahren wir weiter. Gottseidank! Die Clay Cliffs sind wirklich sehenswert. Sie sind eine beeindruckende Naturformation aus spitzen Türmen und Schluchten, geformt aus Schichten von Kies und Schlick, die vor 1 bis 2 Millionen Jahren von Gletschern abgelagert wurden. Nach Omarama gehts über den Lindis Pass nach Wanaka auf den Mount Aspiring Holiday Park. Wir bekommen einen Platz zugewiesen und unser Nachbar will uns sofort hilfsbereit ein Stromverlängerungskabel anbieten, falls unseres nicht reicht. Eingeparkt merken wir, dass er wohl nur so hilfsbereit war, damit wir nicht merken, dass er eigentlich unseren Rasenteil besetzt und wir somit nur einen kleinen Streifen mit Toilettendurchgangsverkehr haben. Da bei anderen Nachbarn gerade eine Party mit mehreren Besuchern beginnt, bittet Kurt im Office mit Erfolg um einen ruhigeren Platz. So können wir, zwar wieder mit recht starken Böen und einem starken Gewitter, recht gut schlafen.😴
11.1.2026
Es regnet.🌧 Und was macht man da? Die weitere Route vorbereiten.😄 Da das Wetter momentan recht unbeständig ist und recht oft in kurzer Zeit von schönem Wetter ca. 25°, zu Regen und Wind 15° wechseln kann, werden wir von Tag zu Tag schauen und ev. auch einmal eine längere Strecke fahren. Am Nachmittag bessert das Wetter etwas und wir spazieren nach Wanaka (wieder extrem viele Touristen😏) und über den Waterfall creek Track zurück. Den Waterfall sehen wir aber nur von der Ferne, da er auf privatem Gelände liegt.😅