9. bis 15.2.2026
Napier bis Rotorua
9.2.2026 Von Napier bis Taupo
Napier ist definitiv ein Besuch wert. Sie wird als Art Deco Stadt beschrieben, was man an Gebäuden, verschiedenen Skulpturen und Bauten ansieht. Die Innenstadt mit schönen alten Gebäuden und eine langezogene Esplanade laden zum Verweilen ein. Zuerst steigen wir den Tiffen Park hinauf um uns eine Übersicht über die Stadt zu machen. Oben angelangt sehen wir aber nicht gerade viel, da die Bäume viel zu hoch und dicht stehen. Also wieder runter.😅 Kurt ist schon ein wenig auf Kaffeeentzug (sieht man an seinem Gesicht an. Wenn das Kaffee mal vor ihm steht, bessert es schlagartig.😉 Nach dem Kaffee erkennt man ihn fast nicht mehr. (Leider habe ich nur ein Foto vorher und während gemacht, das nachher habe ich gsnz vergessen. Auch ich werde älter und....🤪) Und sogar an die Hunde wird hier gedacht.😄
Weiter fahren wir über die Highway 5 nach Taupo, einem beliebten Ferienort. Unterwegs machen wir noch einen Stopp bei den Waipunga Falls, die man aber nur von Weitem betrachten kann. In Taupo besuchen wir die Craters of the moon. Über gewundene Holzstege betreten wir eine Landschaft mit dampfenden und zischenden Schloten. Die geothermische Aktivität der Region wurde erstmals in den 1950er Jahren nach dem Bau des Geothermiekraftwerks Wairakei festgestellt, wodurch unterirdisches Wasser und Dampf an die Oberfläche gelangten und dieses einzigartige geothermische Feld entstanden ist. Unser Campingplatz, der Great Lake Holidaypark, liegt etwas ausserhalb Taupo, da der andere ausgebucht war.
10.2.2026 Von Taupo nach Whangamomona
Bevor wir weiterfahren wollen wir noch zu den Huka Falls wandern. Da hier auch das Gebiet von heissen Quellen ist, habe ich etwas geforscht, ob es nicht irgendwo einen Ort gibt, wo man in der Natur in einer heissen, oder warmen genügt auch 😉, Quelle baden kann, statt in ein Thermalbad zu gehen. Ich werde tatsächlich mit dem Otumuheke Stream im Waikato River fündig, was auf dem Weg zu den Huka Falls liegt. Mal schauen, ob das wirklich klappt. 😀 Wir machen uns zeitig mit eingepackter Badehose auf den Weg. Und tatsächlich treffen wir schon nach kurzer Wanderung auf zwei winzige Wasserfälle, die von einer Quelle in den Waikato River münden. Ich traue dem Ganzen noch nicht so und ich schicke Kurt vor 😉 um zu schauen, ob das Wasser denn wirklich warm ist, das da hineinsprudelt. Nach positiver Meldung stürzen wir uns in die Badehosen und wagen uns ins warme Wasser. Wir sind ganz alleine im Wasser und können es in Ruhe geniessen. Sind diese Quellen wohl ein Geheimtipp? Nach dem warmen Bad gehts weiter zu den Huka Falls. Der Wasserfall ist zwar nicht hoch aber, da das Wasser zuerst in eine Schlucht gezwängt wird ist die Strömung und die Wucht des Wassers, wie auch die Farbe extrem. Auf dem Rückweg kommen wir wieder an den Quellen vorbei und sehen, dass es wohl doch kein Geheimtipp ist, wir einfach nur genug früh am Morgen da waren. Zum Glück! 😅
Und es geht weiter und zwar anders als geplant. Eigentlich wollten wir nun in den Tongariro Nationalpark fahren. Da die Wetteraussichten für dort aber nicht gerade gut aussehen, fahren wir zuerst gegen die Westküste zum Egmont Nationalpark. Heute planen wir bis Taumaranunui zu fahren, das auf der Karte gelb angezeichnet ist und daher sehenswert sein sollte. In Taumaranunui beginnt dann auch die Forgotten world Highway, der wir entlangfahren wollen. Die Autobahn wird als Autobahn der vergessenen Welt bezeichnet, da sie sich über 155 km durch unberührte subtropische Regenwälder und unberührte Landschaften schlängelt, die noch genauso aussehen wie vor Tausenden von Jahren – darunter die mit Buchen bewachsenen Bergrücken des Whangamomona Saddle und die beeindruckende Tangarakau-Schlucht. In Taumaranunui angekommen, sehen wir, dass es wohl auch schon bessere Zeiten hatte und wir beschliessen doch noch ein Stück der Forgotten world Highway zu befahren. Sobald wir nicht auf den grossen Strassen fahren, und das machen wir möglichst oft, hat es fast keine Lastwagen mehr und wir sind oft lange alleine auf der Strasse. De Strassen sind dann allerdings auch enger und manchmal, zum Glück selten, 😅 kommt halt dann doch ein Lastwagen oder ein Tourist, der nicht nur seine Fahrspur ausnützt in den Kurven. 😯 Es hat hier nicht viele Anhaltemöglichkeiten und als wir einen braunen Wegweiser mit Lookout beschriftet sehen, überlegt Kurt nicht lange und biegt ab. Kurt liebt ja Abenteuer, aber diese Strasse ist wirklich eng, mit rechts und links Äste, die an unserem Camper kratzen.😯 Endlich oben angelangt gibt der Lookout auch nicht wirklich viel her. 😏 Vielleicht würde er, wenn die Sicht etwas klarer wäre. Also wieder runter. 😅 Unterwegs kommt uns eine Frau zu Fuss entgegen. Mich dünkt sie schaut uns etwas böse an. Vielleicht denkt sie ja: Gut habe ich mein Auto unten gelassen, damit ich diesen Verrückten nicht begegne, da hier das kreuzen wirklich unmöglich scheint. Doch falsch gedacht. Nach der nächsten Kurve kommt uns ihr Mann entgegen und das mit Auto. 🙈 Nun ist Kurt gefordert, ich bin ja nur Mitfahrer😅. Er steigt aus und sucht eine Stelle, die genug breit ist zum kreuzen und wird tatsächlich fündig. Also kreuzen doch möglich. 😉 Wir sind trotzdem froh, als wir wieder auf der Strasse unten sind. Die Forgotten world Hwy zeigt aber dann, woher sie den Namen hat. Immer wieder ist die Strasse so eng, dass nur eine Seite den Vortritt hat. Zum Glück sind wir das immer. An schmalen Stellen steht auch immer wieder Keep left. Ist das wohl ironisch gemeint, wenn wir schon fast die ganze Strassenbreite brauchen?😅 Der Strasse entlang stehen immer wieder Pylonen, weil entweder die Strasse weggebrochen ist oder ein umgestürzter Baumstamm etwas in die Strasse hineinragt.(man könnte ihn doch eigentlich auch wegräumen 🤔) Wir haben aber schon gemerkt, dass die Neuseeländer die Pylonen lieben und sie überall an den Strassenrändern postieren. Vielleicht war es ja auch ein Sonderposten.😀 Forgotten sind wahrscheinlich auch das Schaf, das plötzlich auf der Strasse steht und in die Büsche verschwindenden Ziegen. Die Tangarakau-Schlucht ist wirklich beeindruckend und auch der Tunnel, der dann plötzlich vor uns liegt. Übrigens erst seit 2022 ist die ganze Strecke (ausser der Tunnel) geteert. In der Mitte der Forgotten world Hwy liegt das Dorf Whangamomona oder besser gesagt die selbsternannte Republic. 😉Alles begann 1988, als die Kommunalverwaltung plante, Whangamomona in zwei Regionen aufzuteilen: die Bezirke Taranaki und Manawatu-Wanganui. Sehr zum Missfallen der Einheimischen, da sich die meisten von ihnen als Teil von Taranaki sahen und sie zuvor nicht zu dieser Änderung befragt worden waren, beschlossen die Einwohner, Whangamomona zu einer Republik mit einem Präsidenten zu erklären! Hier finden wir einen skurrilen, aber gemütlichen und ruhigen Campingplatz, der aber sicher auch schon bessere Zeiten erlebt hat, wenn man die Fotos sieht, die ich im hinteren Teil des Platzes gemacht habe. War das blaue grosse Ding wohl mal ein Swimmingpool?🤔😅
11.2.2026 2.Teil Forgotten world highway bis New Plymouth
Die zweite Hälfte des Forgotten world Hwy ist nicht mehr so eng, dafür mit einigen Löchern versehen.😅 Gut sind wir aber die Hwy nicht in einem Tag gefahren. In Stratford spendiere ich Kurt einen Kaffee zur Stärkung. Im Egmont Nationalpark liegt der Vulkan Mount Taranaki. Er ist ein 2518 Meter hoher, aktiver aber schlafender Stratovulkan mit einer sehr symmetrischen Kegelform. Wir fahren von Egmont Valley her zum Visitor Center um etwas mehr über die Wanderwege zu erfahren. Als wir hochfahren liegt der Vulkan bereits in den Wolken. Wir machen also nur einen kleinen Loop und fahren dann zum Campingplatz in New Plymouth. Der Belt Road Seaside Holiday Park liegt sehr schön, direkt am Meer an der Esplanade (wir haben eine Oceansideparzelle 😀) und fussläufig zur Stadt, wo wir feine Muscheln und Nachos geniessen. 😋
12.2.2026 New Plymouth
Heute nehme ich mir einen Ruhetag, oder besser gesagt einen Ruhe- und Homepagetag, 😉 und schicke Kurt auf den Paritutu Rock. Das ist sowieso nichts für mich,😰 denn der erste Teil des Weges führt über steile Stufen. Dann verschwinden die Stufen fast vollständig, und der Rest des Weges gleicht einer Kletterpartie mit Kette zum Festhalten. Auf den Fotos habe ich Kurt beim Besteigen vom Campingplatz aus fotografiert. Beim Hineinzoomen kann man ihn in blauem T-Shirt beim hinauf- und hinunterklettern entdecken, einmal sogar winkend auf dem Gipfel. 😅 Die Enten auf dem Campingplatz haben einen Narren an Kurt gefressen oder vielleicht möchten sie doch nur etwas von seinen Nüssen abhaben? 🤔😅 Am Abend spazieren wir durch den schönen Brooklands Park und danach gibt's nochmals ein Feines Znacht auswärts. 😋
13.2.2026 Von New Plymouth nach Waitomo
Eigentlich wäre geplant gewesen, heute der Küste nach gegen Süden bis Whanganui zu fahren und dann in den Tongariro National Park und danach über Taupo gegen Norden zu fahren. Da aber der Wetterbericht für diese Gebiete für mindestens 2 Tage schwere Unwetter angesagt hat, entscheiden wir uns unsere Route zu ändern und direkt Richtung Norden der Küste nach zu fahren und dann bis Waitomo ins Landesinnere. Es regnet zwar zwischendurch aber wir haben wie immer Glück, dass es immer (oder fast immer😉) , wenn wir einen Halt machen gerade nicht regnet. Ausserhalb New Plymouth machen wir einen kurzen Halt bei der Te Rewa Rewa Bridge (da regnet es gerade 😉). Bei den White Cliffs weiter nördlich können wir nicht an den Strand, da Ebbe schon vorbei ist, dafür versuchen wir es etwas nördlicher bei den Three Sisters and Elephant. Um die Felsformationen am Strand zu sehen muss man aber zuerst in einem Flussbett bis zum Strand gehen. Der Weg ist sehr matschig und wird immer matschiger...🙈 Also bleibt uns nichts anderes übrig, als die Schuhe auszuziehen und in die Hand zu nehmen. Jetzt heisst es aber aufgepasst, denn entweder geht man auf Steinen mit Matsch, was sehr rutschig ist oder man wählt die Variante mit knietiefem Matsch und Wasser und Krebsen, die neben den Füssen in ihren Löchern verschwinden. 😅 Wir schaffen es jedenfalls ohne Sturz bis an den Strand mit wunderschönem schwarzen Sand. Ich versuche den Elefantenfelsen von allen Seiten her zu fotografieren, kann aber einfach irgendwie keinen Elefanten erkennen. Beim Camper zurück schaue ich im Internet nach, wie der Elefant fotografiert wurde und merke, dass ich den falschen Felsen fotografiert habe. 🙈 Der richtige Elefant wäre hinter den Sistern gestanden, da kamen wir aber nicht mehr hin, da das Meer bereits am steigen war. Kommt halt in die Pendenzenliste für nächstes mal. 😉Bei Awakino wählen wir die Route über Marokopa, wo es dann von der Küste weg nach Waitomo geht. Die Strasse ist auf google maps nur ganz dünn eingezeichnet. Wir kontrollieren aber über street view, ob sie auch geteert ist, indem wir einige Punkte anschauen. Alles ok. 😀. Die Route ist wunderschön aber es regnet immer wieder und wir fahren immer öfter an kleinen Erdrutschen vorbei, denen wir zum Teil ausweichen müssen. Und dann hört doch da plötzlich der Strassenbelsg auf und wir haben 14km gravel road vor uns. Zum Glück ist sie in einem recht guten Zustand. 😅 Eine kurze Verzögerung gibt es noch, als vor uns Schafe und Kühe von Hunden und einem Traktor angetrieben unterwegs sind. 😀In Waitomo kommen wir bei strömendem Regen am Top 10 Holiday Park an. Nach einem Feinen Znacht, Ghackets mit Hörnli à la Uschi Neuseeland 😉 bemüht sich Kurt für die Resten im Schrank zu hinterst ein Tupper zu finden. 😅 Plötzlich beginnen unsere beiden Handys an zu hornen und wie wild blinken. Was ist denn das? 😯 Es ist eine Unwetterwarnung vom MetService, dass man mit flutartigem Regen, Überschwemmungen und Erdrutschen rechnen muss. Gut sind wir schon auf unserem Platz, wo wir bereits kleine Bäche vorbeirinnen sehen. 😅 Gut haben wir die Route geändert, sonst hätten wir das Abenteuer zu den Sisters mit der kostenlosen "Fangopackung" für die Füsse verpasst. 😀
14.2.2026 Waitomo bis Rotorua
Es regnet gerade nicht und ich kann sogar noch den Platz fotografieren und machen bei Waitomo den Ruakuri Walk. Der starke Regen in den letzten Tagen hat die Wege sehr nass und matschig gemacht und der Fluss hat trübes Wasser. Es gibt einen Zugang zu einer Höhle mit Plattform, wo es Stalagtiten hat. Während der Wanderung bekommen wir bereits wieder 1 Unwetterwarnung auf unsere Handys. Dann ist es also wohl noch nicht vorbei. 😏 Weiter geht's Richtung Osten mit Ziel Rotorua. In Benneydale machen wir Kaffeehalt und können, wie schon öfters sehen, wie Arbeiter, wenn sie in ein Kaffee kommen, am Eingang die schmutzigen Stiefel ausziehen und in den Socken ins hinein kommen. 😅 Auf der Highway 30 fahren wir wieder lange durch urwaldähnliches Gebiet. Als wir eine kurze Strecke auf der Highway1 (eine grössere Strasse) fahren, sehrn wir, dass auch diese nicht vor Erdrutschen am Strassenrand verschont geblieben sind. Da diese Strecke auch nach Taupo führt, erhalten wir wieder eine Sturmwarnung für Taupo auf unserem Handy. Überwachung total, die wissen wo wir stecken. 😅 Roturoa liegt am gleichnamigen Fluss und das Gebiet um Roturoa ist bekannt für ihre geothermische Aktivität und die reiche Maori-Kultur. In verschiedenen Parks gibt es Blasen werfende Schlammlöcher und Geysire. Einiges südlicher von Rotorua liegt der Orakei Korako Geothermal Park, den wir besuchen, da es inzwischen nicht mehr regnet. Mit einem Fähroot werden wir zum Park gefahren, wo aktive Geysire sprudeln, und zahlreiche heisse Quellen in verschiedenen Farben zu sehen sind. Es hat sehr wenige Touristen (was wir geniessen 😉), was aber vielleicht auch ist, weil es hier am Morgen wahrscheinlich recht stark geregnet hat. Und weiter geht die Fahrt nach Rotorua, wo wir bereits auf der Anfahrt überall Rauchwolken von aufsteigen sehen und wir den Tasman Holiday Park bei strömendem Regen erreichen, 🌧️wo wir einen Platz direkt gegenüber 2 Thermalbecken erhalten, die wir am Abend auch noch ausprobieren. Sie sind 39° und 40° warm.
15.2.2026 Rotorua und Waiotapu Thermal Wonderland
Wir besuchen heute noch einen zweiten Thermalpark, den Waiotapu, da hier immer um 10.15 Uhr der Lady Knox Geysir ausbricht. Wie kann das sein, so pünktlich sind doch nur die Schweizer. 🤔😉 Das kommt daher, dass diese geothermische Eruption künstlich ausgelöste wird, nachdem Seife hinzugefügt wird, um die Oberflächenspannung des Wassers zu brechen, wodurch er zuerst zu blubbern anfängt und einige Seifenblasen hochsteigen und dann Wasser bis zu 20 Meter hoch geschleudert wird. Also eigentlich nur eine Show, die aber jeden Tag hunderte von Touristen anlockt 😏. Dies ist aber hier die einzige Möglichkeit garantiert einen ausbrechenden Geysir zu sehen. In den anderen Parks kann es sein, dass man stundenlang auf einen Ausbruch warten muss. Also haben wir uns auf die Show eingelassen. Der Rest des Parkes ist aber sehr schön und mit den verschiedenen Farben sehr eindrücklich. 😀 Am Nachmittag schlendern wir durch Rotorua und geniessen ein Fussbad (wieder in ca. 40° Thermalwasser mitten in der Stadt. Überall stossen wir wieder auf blubbernde Quellen, die eingezäunt sind. Wer hier lebt muss sich auch an den speziellen Geruch gewöhnen, der hier in der ganzen Umgebung herrscht.