23.-26.2.2026 Piha bis Cape Reinga
23.2.2026 Piha bis Matakohe
Wir haben ruhig, ohne jeglichen Lärm, nur mit Meerrauschen geschlafen. 😄 Bei Ebbe gibt es vom Campingplatz aus ein Weg dem Strand entlang zu einer Bucht. Da am Morgen Ebbe ist machen wir den bevor wir weiterfahren. Wir sind alleine unterwegs ausser ein Mann auf Velo, der in der Bucht zuhinderst nackt baden geht😉. Als wir ihn treffen, ( wieder bekleidet😅) empfiehlt er uns noch weiterzugehen, da es weiter hinten dann ein Blowhole habe. Wir gehen weiter aber schon bald ist der Weg gesperrt und wir drehen um.
Von Piha gehts nun nordwärts fast die ganze Strecke auf der Highway 16. An der Strasse liegt das Omeru Scienic Reserve mit dem Omeru und dem Waitangi Waterfall, die wir besuchen. Auf der Weiterfahrt machen wir einen Abstecher nach Pahi, wo ein grosser Moreton Fig Tree steht. Dort wäre auch ein Campingplatz, der aber zum Glück schon voll ist, so dass wir weiter zum Holiday Park in Matakohe fahren. Dieser ist sehr schön und ruhig gelegen und hat schöne Parzellen und wir sind nur 4 Camper auf dem Platz. 😃
24.2..2026
In Matakohe besuchen wir das interessante Kauri-Museum. Der Kauri-Baum ist ein immergrüner Baum, der heute meist Wuchshöhen von 30 bis über 50 Metern und einen Stammdurchmesser von 1 bis über 4 Metern erreicht. Früher erreichte er wesentlich größere Durchmesser. Der angeblich je größte Baum soll einen Durchmesser von 8,54 Metern sowie einen Umfang von 26,82 Metern gehabt haben und etwa 4.000 Jahre alt gewesen sein. Mit dem Beginn der Besiedlung Neuseelands durch Maori und später europäische Siedler wurde der Bestand an Kauri-Wäldern stark dezimiert. Die Bäume eigneten sich wegen des hohen Astansatzes und ihrer Festigkeit hervorragend für den Schiffbau. Daneben wurde das Holz zum Bau von Häusern, für Möbel und Wandvertäfelungen, Zäune, als Bauholz, für Fässer, Bottiche und Becken, Eisenbahnschwellen, Abstützungen im Bergbau, Schnitzereien und Drechselarbeiten und andere Zwecke verwendet. Heute steht der Neuseeländische Kauri-Baum unter Naturschutz und darf nur noch für rituelle Zwecke von den Māori gefällt werden. Der Kauri ist massiv durch den Pilz Phytophthora agathidicida bedroht. Er verursacht eine Wurzelfäule, die zum Absterben der Bäume führen kann. Das sogenannte Kauri-Sterben oder kauri dieback kann aktuell nur aufgehalten werden, indem die Ausbreitung des Pilzes verhindert wird. Daher gibt es vor Waldgebieten mit Kauris Desinfektionsstationen ( Foto von vor einigen Tagen) an denen Wanderer dazu angehalten werden ihre Schuhe zu reinigen. Kauri-Harz (Kauri Gum) ist das fossilisierte Harz des neuseeländischen Kauri-Baumes, das aus Rissen in der Rinde austritt und an der Luft härtet oder im Boden als vergrabenes Harz fossiliert über tausende von Jahren auftritt. Es war früher ein wichtiges Exportgut für die Herstellung von Firnis, Lacken und Linoleum. Heute wird es als seltener Schmuckstein geschätzt. Maori nutzten es als Kaugummi, Feueranzünder und (verbrannt) als Pigment für Tätowierungen. "Gum Diggers" (Harzgräber).
Unser nächster Stopp hilt den Kai Iwi Lakes, wo wir den grössten der Seen, den Lake Tahaora umrunden. In Omaperehaben wir eine schöne Sicht auf die Bucht. Da wir aber keinen Campingplatz reserviert haben und es hier in der Umgebung nur wenige gibt, fahren wir weiter mit Ziel Rawene. Plötzlich sehen wir am Strassenrand ein Schild zur Okopako Lodge auf dem auch ein Camper gezeichnet ist. Lodge tönt doch schon mal gut.😃 Also nichts wie umgedreht und angebogen. Gravel Road, die immer steiler und enger wird😅. Wo führt uns das noch hin? Hoffentlich nicht plötzlich an ein verschlossenes Tor ohne Wendemöglichkeit.🫣 Wenden können wor knapp, aber die Unterkunft stellt sich als Backpackerunzerkunft mit Parkplatz heraus, die eindeutig schon bessere Zeiten erlebt hat. Also nichts wie weg hier.😅 In Rawene ist die Zufahrt ähnlich, der Platz klein, aber sehr schön.😀
25.2.2026
Am Morgen liegt Nebel über dem Fjord. In Rawene spazieren wir über den Mangrove Boardwalk und geniessen Kaffee und Chai im Boatshed Cafe.😄 Unser Kaffee- und Chaikonsum liegt sicher bei mindestens 2/Tag. Einen Tag ohne Kaffee und Chai können wir uns nur schlecht vorstellen.😉 Gehört irgendwie zum Tagesritual.😅 Wir wählen nicht den Weg mit der Fähre für die Weiterfahrt, weil Ebbe ist und auf der Homepage steht, dass bei Ebbe ev. nur PW's transportiert werden können. Also fahren wir zurück zur HW 12, dann kurz auf der HW1 und dann auf die Broadwood Road, da diese weniger befahren ist. Unser Ziel ist der Ngapae Holidaypark am südlichen Anfang des 90 Mile Beach, den man auch mit einem Allradfahrzeug befahren könnte. Der Campground ist fast leer und wir haben viel Platz😄. Die Frau am Empfang erklärt mir, wie wir am Strand ganz einfach Shellfish (Muscheln) fangen können. Der Strand ist nur 5 Minuten zu Fuss entfernt, also los, nichts wie hin mit 2 Ziplocs bewaffnet. Und tatsächlich haben wir im Nu genug Muscheln gefangen und können noch in den Wellen baden. Da wir neben den Kleidern auch Brillen Handy's und Kurt seine Pumpe am Strand lassen, legen wir alles möglichst nah beim Wasser hin, damit wir alles im Auge haben und es nicht ev. noch von einem Auto überfahren wird. Um diese Zeit sollte ja das Meer zurückgehen. Kaum im Wasser, haben wir das Gefühl, dass die letzte Welle fast unsere Sachen erreicht hat. Ich rasch raus und es ist tatsächlich so😅. Auf dem Campingplatz wasche ich die Muscheln und koche uns eine Vorspeise. Der Geschmack ist gut aber sie sind etwas zäh.😏 Ich habe sie wohl etwas zu lange gekocht, sind sie doch kleiner als Miesmuscheln. Nächstes Mal gelingts besser.😉 Passend zur Vorspeise gibt es im Hauptgang feinen Snapper.😋 Und zur Nachspeise Sonnenuntergang am Strand.😆
26.2.2026 Cape Reinga
Wir fahren 90 Minuten ans Cape Reinga ganz im Norden der Nordinsel. Das Gebiet wird von vielen Maoris bewohnt. So weit oben gibt es keine Kaffees und keine Einkaufsgeschäfte mehr. Also müssen wir für einmal ohne Morgenkaffee auskommen.😉 Ich geniesse die Aussicht beim Leuchtturm und Kurt macht einen Walk an den Strand hinunter. Als Belohnung warte ich bei seiner Rückkehr mit einem Kaffee mit der e-presso-Maschine und einem Muffin auf ihn.😄 Am Abend spazieren wir noch einige Meilen des 90 Mile Beach ab, erklimmen die Dünen und geniessen den Sonnenuntergang.😍